Dienstag, 16. Juni 2009

Wirtschaftsmediaton: Mut zur Konfliktlösung

Bei der Konfliktklärung kommen Tatsachen an’s Licht, Realität wird erkannt. Aber wer will das schon?

Und wie sieht sie aus, die Realität?
Um dies herauszufinden, muss man den Weg der Konfliktlösung zunächst einschlagen, wozu anscheinend immer noch Mut gehört.
Der wird gehörig auf die Probe gestellt, denn klar ist, damit sich etwas klären kann, muss man es ansehen. Was danach mit großer Gewissheit kommen wird, nennt man Veränderung. Die wiederum ist nie beliebt, der Gedanke daran verursacht schon Magengrummeln.

Der Klärungsprozess ist gemein, fies und hinterhältig. Auf den ersten Blick.
Fakten kommen auf den Tisch, Klartext wird gefordert und Positionierungen a la “Alle sollen mich lieb haben und nett finden” werden in dieser Situation niemanden weiter bringen. Das Team/das Projekt bleibt auf der Strecke.
Auf den zweiten Blick wird klar: Ein Konflikt zeigt, dass es Probleme gibt. Und die können, in den meisten Fällen, gelöst werden.

Handeln und Klartext brauchen Mut. Und wer kann als Vorbild besser dienen als Mahatma Gandhi?!

Die gandhischen Konfliktnormen lt. Galtung lauten u.a.:

Handle sofort!
Handle hier!
Handle für deine eigene Gruppe!
Handle in Übereinstimmung mit den Betroffenen!
Handle aus Überzeugung!

Liest sich doch einfach, oder?

Weitere Artikel zum Thema Wirtschaftsmediation


Montag, 15. Juni 2009

Die Maus über Liebe

Sehr schön, fehlt nur noch bald ein Film “Die Maus über Konflikte”. :-)

Bei ihr entdeckt :-)


Wirtschaftsmediation - Nachteile in Sicht?!

Die Frage “Ob denn bei einer Wirtschaftsmediation die Wahrheit ans Licht kommt”, zeigt auf, welche Ängste in Unternehmen herrschen.

Da will die Führungskraft nicht, dass an ihrem Stil gemeckert wird, der Kollege hat Sorge, dass die Sache mit dem verpatzen Auftrag erneut zur Sprache kommt und der Mitarbeiter möchte nun wirklich nichts mehr davon hören, wer nun für welche Aufgaben zuständig ist, dies sei doch nun etliche Male besprochen worden.

Konfliktklärung hat einen “Nachteil”:
Tatsachen kommen an’s Licht, Realität wird erkannt.

Aber wer will das schon?


Donnerstag, 04. Juni 2009

Eine wahre Geschichte aus dem Twitter Alltag

Telefonanruf vom heutigen Tag:

Anrufer: “Guten Tag Frau Nickelsen, ich bin erst über Xing auf Sie aufmerksam geworden und dann habe ich mir einen Twitter Account zugelegt, um zu lesen, was Sie dort schreiben.”
Ich: “Das freut mich, unter welchem Account Namen twittern Sie denn?”
Anrufer: “Das verrate ich Ihnen nicht, er diente lediglich dazu, bei Ihnen mitzulesen.”
Ich: “Oh!”
Anrufer: “Sie twittern nie über Projekte oder Kunden.”
Ich: “Ja, das ist richtig.”
Anrufer: “Und genau das gefällt mir. Damit haben Sie in meinen Augen bewiesen, dass Sie zwar das Internet nutzen, aber wissen, welche Klauseln und Spielregeln es innerhalb Ihrer Projekte gibt. Ich habe folgendes Problem, bei dem ich Ihre Unterstützung möchte......”

Ich hatte heute die Diskussion bereits auf Twitter, ob man auf seinem Account unter seinem “richtigen” Namen twittern sollte, daher kann es vielleicht auch nicht oft genug geschrieben sein:
Nachdenken, was man schreibt. Schadet selten! :-)

Für mich gilt die Aussage des “Anrufers” nicht nur innerhalb meiner Projekte, sondern für alle Menschen, die auf Twitter “beruflich” unterwegs sind, ganz gleich, was das Ziel ist.
Wenn ich teilweise lese, was über Kunden geschrieben wird, kann ich nur hoffen, dass es nie ein Mensch liest, schon gar nicht der Kunde selbst.

Übrigens: Ich habe die Erlaubnis das Gespräch hier “grob über den Daumen” :-) aufzuschreiben.


Montag, 01. Juni 2009

Cocoonblog- lesenswert

Schon lange wollte ich hier das Cocoonblog empfehlen, “gefüttert” :-) wird es von Heiko Schwardtmann.

Interessante Blogartikel zum Thema Mitarbeiterzufriendenheit und Führungsverhalten, locker und leicht geschrieben, immer einen Besuch wert.


Teamarbeit

Einen sehr guten Artikel zu dem Thema habe ich bei Gregor Groß gefunden.

Teamarbeit ist aber nicht immer allein deswegen besser, weil nur einfach mehr Leute am Start sind und sich somit keiner langweilt. Teamarbeit funktioniert auch nur dann, wenn das Team richtig zusammen gesetzt ist. Und es gibt einen Effekt, den man oft nach einiger Zeit sogar bei richtig zusammengesetzten Teams beobachten kann:

Lesen Sie hier weiter.

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Sonntag, 31. Mai 2009

Klartext braucht Klarheit

Wer “Klartext” reden oder schreiben möchte, der mag u.a. die Kriterien von Hans-Joachim Niemann (Autor und Philosoph) zur Grundlage nehmen. Er gab einige Kriterien an, die für Klarheit im wissenschaftlichen Diskurs (aber nicht nur dort) gelten können:

* Immer das Sachproblem im Auge behalten, sich nicht in Sprachproblemen verlieren
* mehrdeutige Wörter, gehaltlose Aussagen meiden
* Kürze und Einfachheit anstreben
* konkrete Beispiele finden
* das Bemühen um Verständlichkeit dem Leser vermitteln.

Klingt klar, oder? :-)


Konflikte klären

Der “Kritische Rationalismus” ist eine von Karl R. Popper begründete philosophische Denkrichtung. Popper beschreibt ihn als Lebenseinstellung, „die zugibt, dass ich mich irren kann, dass du recht haben kannst und dass wir zusammen vielleicht der Wahrheit auf die Spur kommen werden.“

Ein toller Ansatz, um einen Konflikt zu klären.


Ein freier Mensch

Ein freier Mensch

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.
Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann!

Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten!
Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt.

Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen; Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.

Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen.
Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges, als dumpfe Ruhe Utopiens!

Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltatenhergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen
und zu bekennen: Dies ist mein Werk!

Das alles ist gemeint, wenn wir sagen:
Ich bin ein freier Mensch!

(Dr. med. Albert Schweitzer)

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Montag, 06. April 2009

Selbstbewusst in Konfliktsituationen- Interview mit Bettina Stackelberg

Bettina Stackelberg Bettina Stackelberg ist die “Frau fürs Selbstbewusstsein”, Trainerin und Coach seit 1991 für die Themen Selbstbewusstsein, Kommunikation, Service Themen und work-life balance.
Ebenso ist sie die Autorin des Buches “Selbstbewusstsein. Das Trainingsbuch” und dieses Buch gab mir Anlass zu unserem Interview.

K.N.: Frau Stackelberg, was genau ist Selbstbewusstsein eigentlich?

B.S.: Wenn wir sagen „Der ist aber selbstbewusst!“, schwingt oft so etwas Unerreichbares, Erhabenes mit – so nach dem Motto „Der Beste, Erfolgreichste, die Schönste“ etc. Ich seh das ein wenig anders: Als sprachverliebte Germanistin mag ich das Wort in der eigentlichen Bedeutung: Sich seiner selbst bewusst sein. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn ich selbstbewusst bin, dann kenn ich mich mit mir aus – ich kenne meine Stärken, hab Frieden geschlossen mit meinen Schwächen und find mich einfach gut, ganz selbstverständlich – ich ruhe in mir. Mein Selbstbewusstsein zieht dann ganz natürlich auch Erfolg und Leichtigkeit an.

K.N.: Selbstbewusst in einer Konfliktsituation handeln, wie kann man das lernen?
B.S.: Im Satz „Selbstbewusst in einer Konfliktsituation handeln“ steckt das schöne Wort „handeln“ – ich kann also etwas tun, selbstbewusst meinen Teil zur Lösung beitragen, anstatt mich ausgeliefert zu fühlen. Ich habe immer die Wahl, etwas zu tun oder es zu lassen – immer!  Es ist selbstbewusst, sich und die Situation erstmal überhaupt aushalten zu können. Steh dazu, dass du dich gerade in einer Konfliktsituation befindest! Weiche nicht aus, rede nicht schön, schau nicht weg. Selbstbewusst zu handeln bedeutet dann für mich erstmal: Verstehen, dass ich ein Teil der Konfliktsituation bin – abschätzen, was ich tun kann und festlegen, welches Ziel ich verfolge. Möchte ich einfach nur gut dastehen? Nein, mit einem gesunden Selbstbewusstsein hab ich das nicht nötig – mir ist wirklich an einer echten Lösung des Konfliktes gelegen und ich kenne meinen Anteil am Konflikt. Und ich überschätze mich nicht: Ich weiss, wann ich nicht mehr weiterkomme – wann ich Hilfe von außen brauche.

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