Dienstag, 21. September 2004
Auch so streiten Sie richtig.
Wer in einem Konflikt laut wird und immer wieder dasselbe wiederholt, trägt zur Eskalation bei, nicht zu einer gemeinsamen Lösung.
Die Beteiligten sollten sich deshalb bemühen auf Schuldzuweisungen zu verzichten. Also nicht: „Weil du das gesagt/getan hast, ist die Situation jetzt so ...“sagen, auch nicht Ihrem Gegenüber mitteilen, was er zu tun und zu lassen hat – nach dem Motto: „Du musst aufhören ...!“, „Du solltest endlich ...!“.
Alle Aussagen sollten im Konfliktfall immer das eigene Befinden wiedergeben, zum Beispiel: „Mir geht es so ..., wenn du das sagst!“ „Mein Wunsch ist ...!“
Verzichten Sie auf Statements, die Bedingungen an andere stellen, wie „Ich bin nicht länger bereit ...!“, „Ich halte das nicht mehr aus ...!“, „Ich denke nicht daran ...!“
Befehle, Beschuldigungen, unerbetene Ratschläge, ironische und sarkastische Äußerungen sind Kommunikationssperren, die Sie vermeiden sollten.
„Weichmacher“ in der Sprache – etwa „manchmal“, „selten“, „viele“, „einige“ – anstatt Verallgemeinerungen – wie „immer“, „nie“, „alle“, „keiner“ – beugen Konflikten vor.
Auch mit grammatikalischen Konstruktionen – wie „Das würde bedeuten...“, „Eine mögliche Interpretation wäre ...“ – können Sie einer Konfrontation ausweichen.
Montag, 20. September 2004
Immer einen Besuch wert
ist die Seite von Jürgen Weist http://www.bemerkenswertes.de/ .
Viel Spaß beim Lesen!
Freitag, 17. September 2004
Berufsbild Mediator
Einen sehr interessanten Artikel zum Berufsbild des Mediators lesen Sie hier
http://www.unimagazin.de/199906/09.pdf
Was ist Mediation?
Bei der Mediation handelt sich hier um eine Methode, die im Bereich der gewaltfreien Konfliktbearbeitung anzusiedeln ist.
Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Konfliktpartner fähig sind, die für sie akzeptable Lösung gemeinsam zu finden. Das setzt natürlich voraus, dass die Beteiligten wieder in ein Gespräch kommen, das konstruktiv ist, so dass alle Meinungen und Sichtweisen gehört werden.
Dazu brauchen die meisten Menschen in Konfliktsituationen Unterstützung in der Person eines Mediators, einer Mediatorin. Sie übernehmen diese Aufgabe - ohne dabei Vorschläge zu machen, Verurteilungen auszusprechen oder Partei zu ergreifen.Bei Mediation geht es um Einsicht - nicht um Rechthaberei.
Es gibt keine Verlierer. Beide Parteien können im konstruktiven Gespräch nur gewinnen.Mediation ist vornehmlich eine verbale Methode. Das bedeutet, dass das Sich-Mitteilen (Fakten und Gefühle) und das gegenseitige Zuhören eine wichtige Rolle spielen. Dass dies in richtiger Weise geschieht und dass tatsächlich die richtigen Konfliktpunkte herausgearbeitet werden, das ist die Arbeit der MediatorInnen.
Mediation beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und niemand darf dazu gezwungen werden.Mediation ist aber auch eine andere Denkweise - eine uns oft ungewohnte Form des Reagierens. Es geht darum, verschiedene Aspekte zu betrachten, offen, ehrlich und kreativ zu sein.
(nach Traude Rebmann)
Linktipp
Jugendliche können Konflikte nicht friedlich lösen
http://www.ngz-online.de/ngz/news/jungengz/2004-0817/gewalt.htm
Mediation wird gerne empfohlen
Nach einer deutschen Studie* würden über 80% der geschiedenen Paare, die eine Mediation besuchten, das Verfahren weiterempfehlen.
75% waren mit der Mediation zufrieden.
Dagegen gaben über 64% der Befragten an, dass das übliche Gerichtsverfahren ihren Ärger erhöhte und nur 16% waren mit dem Gerichtsverfahren zufrieden.
*Proksch, R.: Praxiserprobung von Vermittlung (Mediation) in streitigen Familiensachen, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Band 159.1 (Erlangen)
und Kooperative Vermittlung (Mediation) in streitigen Familiensachen , Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend , Band 159.2, jeweils Bonn 1998.
Bundesverband Mediation
‘Grenz(über)gänge gestalten’ - der Bundesverband Mediation lädt zum Jahreskongress
http://www.managerseminare.de/msemi/1824899/
frontend/tad.html?urlID=144592
Eine Frage der Sicht
Oft sind es unsere eigenen Bewertungen, die uns in manchen Situationen das Leben schwer machen, das wusste schon Karl-Heinz Söhler, der “Lebenszeiten” schrieb.
Mir persönlich gefallen die Zeilen sehr gut, da sie mich immer wieder daran erinnern, Situationen zu hinterfragen, und die eigenen Ansichten anzuzweifeln.
Der Herbst erweist als Jahreszeitden Menschen gern Gelegenheit, sich selbst stutzend zu erkennenund Charaktere leicht zu trennen.
Der eine zehrt unüberwundenvon den paar schönen Sommerstunden.
Der andre sieht entsetzt dahintersich heftig zitternd schon im Winter.
Der dritte nennt sich Realistund nimmt den Herbst, so wie er ist.
Die Jahreszeiten sind es nicht.
Was bleibt, ist nur- die eigne Sicht.
Schwierige Gespräche führen
Wir kennen die Situation:
Ein schwieriges Gespräch steht bevor und allein der Gedanke daran sorgt für Magenschmerzen, “Herzrasen” und/oder feuchte Hände. Bereiten Sie sich ein wenig auf das Gespräch vor, damit Sie Sicherheit gewinnen, aber auch Klarheit, die auch dazu dient, dass Sie mit Ihrem Gegenüber verständlicher reden können.Wie wäre es mit folgenden Fragen, die man für sich vorab beantwortet:
Sach-Seite:
Was ist beim letzten Mal passiert? Welche Fragen will ich klären? Was will ich alles ansprechen (wer, wie was, wann, wo?)
Ich-Seite:
Was habe ich beim letzten Mal gefühlt? Wie ging es mir? Was empfinde ich jetzt? Wieso empfinde ich es so?
Wunschseite: Was soll sich ändern? Was möchte ich bewirken? Was brauche ich im Moment?
Beziehungsseite: Wie fühlte ich mich beim letzten Mal behandelt? Wast störte mich? Was halte ich vom anderen? Wie sind meine Beziehungen zum anderen? Probieren Sie es doch einmal aus.
Rache ist süß
Das Sprichwort “Rache ist süß” kommt nicht von ungefähr: Die Bestrafung eines Menschen, der das eigene Vertrauen missbraucht hat, löst tatsächlich ein Gefühl des Wohlbefindens aus, denn es aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn.
Hier der komplette Text
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/244320.html
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