Richtig streiten

Im Laufe einer Beziehung (egal welcher Art) häuft sich eine ganze Menge an: Gefühle unterschiedlichster Art, besonders aber Wut, Ärger, Trauer. Vieles hat man im Laufe der Zeit unter den Teppich gekehrt, weil es in dem Moment “lächerlich” oder “nicht wichtig” war, wer sagt schon gerne, dass es wirklich stört, wenn der Kollege im Büro raucht, wer will “schon wieder” Spielverderber genannt werden, wenn man erneut darauf aufmerksam macht, dass der Partner vielleicht etwas zu viel Alkohol getrunken hat.

Das emotionale Fass wird mit der Zeit immer voller, bis es eines Tages überläuft. Irgendwann fühlen sich die Beteiligten oft nicht mehr ernst genommen. Sie haben das Gefühl, dass der Partner/Kollege nicht zuhört, kein Interesse an den Wünsche, Bedürfnissen und Worten hat, aus Wut, sehr oft aber auch aus einer Hilflosigkeit und Trauer heraus, wird man unfair, denn man möchte ge- und erhört werden, da sind oft alle Mittel recht, sicher auch unbewusst wird zu Taktiken gegriffen, die “unter die Gürtellinie” gehen.

Und wie ist der Lösungsweg?

Der erste Schritt, sich aus dieser Spirale zu befreien, ist der Weg des Redens. Immer und immer wieder, auch wenn man oft das Gefühl hat, sich im Kreis zu bewegen. Gestatten Sie dem Partner/Kollegen und auch sich selbst, ein Thema so lange anzusprechen und auszudisktuieren, bis es kein Problem mehr darstellt. Ein langer Weg. Ein schwieriger dazu. Mediation oder die Hilfe eines Externen kann hier u.U. sehr hilfreich sein, denn die Konfliktbeteiligten lernen so innerhalb ihrer Kommunikation neue Wege zu gehen.


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