Ein wichtiger Faktor in der Wirtschaftsmediation: Zeit
Immer wieder erlebe ich folgende Situation in Mediationen:
Die Beteiligten wünschen sich zu schnell eine Lösung ihrer Konflikte.
Konfliktklärung braucht Zeit!
Was auf den ersten Blick erstrebenswert aussieht, ist auf den zweiten ein unnötiger Stein, den die Konfliktbeteiligten sich auf den eigenen Weg legen:
Eine Wirtschaftsmediation braucht auch Zeit. Zeit, um nicht nur die eigenen Konflikte anzusprechen, sondern auch die der anderen Beteiligten. Es braucht Zeit, um wirklich mit Empathie auf sein Gegenüber eingehen zu können, überhaupt dazu wieder in der Lage zu sein, nach all den vielen Wortgefechten, die vermutlich schon stattfanden.
Zeit braucht man auch, weil viele kleine Narben in den Jahren entstanden sind. Ein Pflaster ist hier nicht mehr angebracht, sondern man sollte gewillt sein, der “Haut” den Selbstheilungsprozess zu gestatten, aber das braucht eben Zeit. Und die wollen sich viele Menschen einfach nicht geben, weil sie sich selbst unter Druck setzen. Unnötig, denn die Bereitschaft, den Konflikt zu klären, sollte bereits Signal genug sein. Ein wenig Gelassenheit ist hier sicher angebracht, damit wachsen kann, was wachsen soll.
Wobei: Alles ist relativ. Meine Erfahrung ist, dass oft wenige Tage ausreichen, lesen Sie mehr dazu unter Praxisberichte von Wirtschaftsmediationen