Das Peter Prinzip

Vorab das Fazit:
Das Peter-Prinzip bietet - verpackt in satirischer und ironischer Form - Erkenntnisse, die durch viele Beobachtungen in der Praxis erhärtet sind. Ausgangspunkt aller Unfähigkeit ist eine falsche Beförderung. Jeder sollte sich deshalb selbstkritischer prüfen, ob er eine neue Position auch wirklich ausfüllen kann, bevor er sie annimmt. Das gleiche gilt umgekehrt für alle Vorgesetzten, die Mitarbeiter befördern.

Bitte beachten Sie auch: Der Text wurde 1977 verfasst.

Und nun lassen Sie sich “entführen” in die Welt Hierarchie der Unfähigen:

Das Peter-Prinzip, so genannt nach seinem Erfinder Laurence J. Peter, beschreibt die Gesetzmäßigkeiten, die die Ursachen sind für die in aller Welt herrschende Unfähigkeit im öffentlichen Leben, in jedem Beruf. Es bietet eine komplette Diagnose der Unfähigkeit, liefert dazu aber auch die Therapie – in satirisch-ironischer Form, aber immer auf dem Boden der Tatsachen.

Das Phänomen der Unfähigkeit

Unfähigkeit können wir überall beobachten. Es gibt unfähige Lehrer, unfähige Richter, Beamte, Handwerker, Ärzte oder Manager. Unfähigkeit ist nicht auf einen bestimmten Beruf beschränkt. Dabei erwecken unfähige Menschen, besonders wenn sie auf einer höheren Stufe der Hierarchie stehen, oft den Eindruck, als ob sie stets genau wüßten, was sie tun und daß sie stets das Richtige täten.

Bei näherem Hinsehen stellt man jedoch fest, daß sie keine Ahnung von ihrer eigentlichen Aufgabe haben und sich in Nebensachen verlieren oder daß sie grandiose Fehlentscheidungen treffen, die oft genug nur deshalb nicht zu ihrer katastrophalen Wirkung kommen, weil der unfähige Chef fähige Mitarbeiter hat, die seine Entscheidungen in die richtigen Bahnen lenken, ohne daß er es merkt. [..]
- In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.
- Nach einer gewissen Zeit wird jede Position von einem Mitarbeiter besetzt, der unfähig ist, seine Aufgaben zu erfüllen.
- Die Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben.
Neben medizinischen Merkmalen für das Endplazierungssyndrom gibt es aber vor allem auch psychologische.
Wenn man diese kennt, weiß man sofort, ob ein Vorgesetzter, Kollege oder Mitarbeiter seine Inkompetenzstufe erreicht hat.
Hier einige Beispiele aus Peters Sammlung:

Phonophilie
Die krankhafte Neigung, mehrere Telefone und Gegensprechanlagen besitzen zu müssen und auch gleichzeitig zu bedienen. Solche Leute sind oft kontaktschwach und versuchen ihre Schwäche durch solche Aktivitäten zu verdecken.

Papyrophobie
Der Papyrophobe kann kein Papier auf seinem Schreibtisch leiden. Er erweckt den Eindruck, daß er alles sofort erledigt. Aber in Wirklichkeit erinnert Papier ihn an Arbeit, die er haßt.

Papyromanie
Das Gegenteil der Papyrophobie. Man häuft Berge von Papier auf seinem Schreibtisch und erweckt den Eindruck, daß man mehr zu tun habe, als jeder andere bewältigen kann.

Ordnungswahn
Man ordnet Vorgänge und Akten, anstatt sie zu erledigen. Beschäftigung mit alten Akten fixiert aber den Blick auf die Vergangenheit anstatt auf die Zukunft.

Tabula-Gigantismus
Das zwanghafte Bemühen, stets einen größeren Schreibtisch als die Kollegen haben zu müssen.

Rigor cartis
Das engstirnige Bestreben, auch den kleinsten Geschäftsvorfall in Richtlinien, Weisungen, Organisations-und Ablaufdiagramme einreihen zu müssen.


Den gesamten Text finden Sie hier

 



  1. Gut. Gefällt mir. Das muss ich mir mal ausdrucken. Dringend. Und das mit den unfähigen Richtern gefällt mir auch (zumal eine andere gewisse Berufsgruppe dort nicht erwähnt wird… äh… vielleicht..hust.. zu Unrecht nicht..).

  2. Michi am 08.10.2007 um 08:32 PM

  3. Wahrscheinlich weil ich keinen Bock auf Stress habe?!:-)
    Beim Ausdruck bitte nicht vergessen, meine URL unten drunter zu schreiben.
    Danke!
    :-)))

  4. Kirstin Nickelsen am 08.10.2007 um 10:24 PM

  5. Wahrscheinlich. Sehr wahrscheinlich…

    Yep. Sorry, wollte keine wilden Verstöße gegen das UrhG oder sonstwas begehen.:-)

  6. Michi am 09.10.2007 um 07:39 PM

  7. Ich bitte darum.. obwohl: Könntest du dir das leisten?:-))

  8. Kirstin Nickelsen am 09.10.2007 um 07:43 PM

  9. Oh.. ich hab noch ein cleanes Register. Überall. Irdisch jedenfalls..also nö, könnt ich nich und wollt ich auch nich.:-)

    Ich weiss auch schon welcher Typus ich bin…

  10. Michi am 09.10.2007 um 08:26 PM

  11. Und?

  12. Kirstin Nickelsen am 09.10.2007 um 08:59 PM

  13. Papyromanie. Sssht. Geheim. Liest ja hier auch sonst keiner.:-)

  14. Michi am 11.10.2007 um 02:39 PM

  15. Nein, das liest hier keiner. Erzähl doch mal: Wo versteckst du das Papier denn so?
    :-)

  16. Kirstin Nickelsen am 11.10.2007 um 07:48 PM
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