Gewinne maximieren. Das Märchen wird wahr!

Es war einmal ein Unternehmen, welches ein Team mit 10 Mitarbeitern hatte.

Die Mitarbeiter hatten seit fast 2 Jahren große Probleme untereinander. Damals wechselte die Führungskraft, mit ihr gingen 4 weitere Mitarbeiter. Es kam eine neue Teamleitung, 4 neue Mitarbeiter. Weitere 3 gingen, 3 neue kamen hinzu.

Der Stress untereinander wuchs an. Man hackte aufeinander rum, fing an, sich zu bekriegen. Positionen wurden erkämpft, die Meetings dauerten immer länger, die Intrigen wurden immer schlimmer.
Es wurden Fehler gemacht, Kunden gingen, die Fehlleistung erhöhte sich.

2 weitere Mitarbeiter gingen, 2 neue kamen hinzu.

Die Teamleitung traf auf die Maschinistin und erzählte ihr:
“Meine Mitarbeiter schätzen, dass sie ca. 20 % der Arbeitszeit mit Konflikten, Intrigen, Beschimpfungen und Stress innerhalb des Teams kämpfen, mal ganz abgesehen von Zeiten, in denen sie die gemachten Fehler “ausbügeln"!"

Die sehr simple Rechnung lautet:
10 Mitarbeiter mit einem Jahresgehalt von je 100.000 Euro macht bei 20 % der investierten Zeit:
200.000 Euro. Pro Jahr.
Bei 2 Jahren, die diese Situation nun schon andauerte, sind es 400.000 Euro.
Plus der Einarbeitungszeit und den damit zusammenhängenden Kosten für die neuen Mitarbeiter, kamen wir so auf eine Summe von 500.000 Euro.
Für 2 Jahre Konflikte.
(Die Summe ist sehr vorsichtig geschätzt, die Profis wissen das, aber dies ist doch nur ein Märchen!)

Da sagte die Maschinistin zur Teamleitung:
“Und, wie geht es jetzt weiter?”

“Nun, wir haben beschlossen, dass wir 2 neue Mitarbeiter in unser Boot holen, von 2 anderen werden wir uns trennen!”

“Prima, ihr werdet also das nächste Jahr erneut 200.000 Euro in den Sand setzen, was dann in Summe für 3 Jahre 700.000 Euro ausmacht?”
“Ja, scheint wohl so”, antwortete die Teamleitung.

Da kam die Maschinistin auf eine Idee:
“Stell dir doch mal vor, du könntest innerhalb von 3-5 Tagen und ca. 7. bis 12.000 Euro dieses Märchen endlich zu einem guten Ende führen, wäre das nicht toll? Wäre es nicht großartig, wenn du morgen deinem Geschäftsführer erzählst, wie du nächstes Jahr, den Gewinn der Abteilung um ca. 190.000 Euro steigern wirst? Einfach so, ohne Technik, ohne neue Mitarbeiter. Nur mit einigen Tagen Arbeitszeit und einer geringen Summe Geld!?”

“Ja, das wäre ein wirklicher Traum!”, sagte die Teamleitung .. aber die Realität ist doch sicher eine andere, oder?”

“Ach", sagte die Maschinistin “dieser Traum ist schnell Realität, du musst nur wollen und dann mit mir Kontakt aufnehmen!”

Ende :-)

(Anmerkung: Selbstverständlich sind die Kosten in der Realität höher, die Zahlen dienen nur zur Vereinfachung des Märchens. Außerdem gilt es zu bedenken: Je größer das Unternehmen ist, umso teurer werden die Konflikte, da mehr Abteilungen und Menschen in die Situation involviert werden, bis hin in die Managementetagen. Und dort kommt man mit 100.000 Euro Jahresgehalt nicht sehr weit, also werden Konflikte dort: Noch teurer!)

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  1. Das Problem liegt oft darin, dass weder Mitarbeiter, noch Manager das Problem nicht bekennen wollen. Wenn die Mitarbeiter schon gestehen, dass sie 20% der Arbeitszeit mit Konflikten usw. verbringen, ist die Lösung schon in der Nähe. Besonders wenn sie denken, dass auch sie daran mindestens ein bisschen schuld sind, und auch sie sollen etwas verändern.

  2. Réka Anna Horváth am 04.06.2008 um 11:34 AM

  3. Doch, sie sehen es schon, Sie wollen es nur nicht wahr haben!
    Ich denke, viele Unternehmen sind auf einem guten Weg, die anderen werden folgen!:-)

    Viele Grüße
    Kirstin Nickelsen

  4. Kirstin Nickelsen am 05.06.2008 um 11:00 AM

  5. Hoffentlich haben Sie Recht, meiner Meinung können wir aber oft einen Mangel an Selbstkritik beobachten. Dann sagen sie nicht direkt, wie viel Zeit die Konflikte fressen, sondern so was:
    „Ich verbringe viel Zeit mit dem Korrigieren von Fehlern, die andere Kollege gemacht haben.“
    „Ich arbeite oft überflüssig wegen verschiedenen Missverständnissen.“
    „Die Meetings bei unserer Firma dauern lang, und haben nur geringe Ergebnisse.“

  6. Réka Anna Horváth am 06.06.2008 um 09:18 AM

  7. Klar, auch das stimmt.

    Gerne auch:
    “Ich habe es mit einem Kindergarten zu tun!”

    Dann mal ran an den Motor!:-)
    Kirstin Nickelsen

  8. Kirstin Nickelsen am 09.06.2008 um 11:05 AM

  9. Manueller Trackback:
    Miteinander Mitmachen lernen

    [...] Es geht eben nicht nur um Überzeugungsarbeit. Es geht ganz direkt auch um prinzipielle Lebens- und Kultureinstellungen. [...]

  10. Gerald - hyperkontext am 16.06.2008 um 11:06 PM
    Seite 1 von 1 Seiten
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