Haben Mediatoren selbst Konflikte ?
Diese Frage höre ich auch immer wieder, erstaunlich- wie ich finde.
Es ist völlig normal, dass man Konflikte hat, ob ich nun als Trainerin oder Mediatorin arbeite- oder Brötchen verkaufe, das spielt keine Rolle.
Dann heisst es “naja, aber du weißt ja wie man sie lösen kann”. Tja, Theorie und Praxis. :-)
In den Mediationen bin ich selbst nicht betroffen- das ist einer der Vorteile, die ich in diesem Moment habe, es ist *die* Voraussetzung, damit ich arbeiten und unterstützen kann. In einem privaten Konflikt sieht die Geschichte schon anders aus- glauben Sie mir: Ich kann auch streiten- manchmal auch doof werden, unfair, nicht konstruktiv, nicht lösend, nicht verstehend, nicht empathisch.
Warum?
Ganz einfach: Ich bin ein Mensch!:-)
Und eben noch gefunden und “unterschrieben"- ein Artikel von Markus Sikor zum Thema authentisches Verhalten von Trainern.
Ich selbst habe ähnliche Erfahrung wie Markus gemacht: Sobald man sagt “nicht perfekt” zu sein (was doch “eigentlich” ganz klar ist:-)), ist auch eine andere Stimmung in der Gruppe. Ich bin nicht die, die alles weiß, die alles kann, stehe nicht vorne mit erhobenem Zeigefinger- und ehrlich- Flipcharts sind mir meistens ein Graus!:-)
Ich gebe einfach das weiter, was ich kann- was ich selbst lernen durfte- und die Teilnehmer dürfen sich dann vom Tablett die Sachen nehmen, die sie selbst benötigen oder lernen wollen. Dass das nun nicht unbedingt immer “leicht” ist, versteht sich fast von selbst, finde ich.
Hallo Kirstin,
daß ist wohl einfach immer so. Sich bei anderen auf die Metaebene zu begeben ist ungleich leichter als es bei sich selbst zu tun. Auf sich selbst bezogen sieht man häufig vor lauter Bäumen den Wald nicht.Liebe Grüße
HolgerHallo Holger,
schön, dich zu lesen. :-)Ja, die Metaebene ist manchmal wichtig- auch in deinem Job?
Viele Grüße an dich & euch:-),
Kirstin
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