Krisen im Team- Warnsignale
Mein Lieblingsthema greift hier Armin Karge in seinem Blog auf:
Welche Warnsignale treffen aus Ihrer Sicht auf Teams nicht zu?
Und: Welche wichtigen Warnsignale müssten für Teams noch ergänzt werden?
Armin Karge bezieht sich in seinem Posting auf das Buch “Ehen zerbrechen leise"- da ich auch kein Paartherapeut bin,
kann ich auch nur für Teams ergänzen, die Unterschiede sind gar nicht so erheblich, oder doch?
Warnsignale in einer Ehe sind, lt. Buch:
* Geheimpläne und einsame Entscheidungen
* Mangelnde Loyalität
* Kontrolle und Verunsicherung
* Respektlosigkeit
* Aufkommende Verachtung
* Große Unterschiede in der Lebensplanung
* Fehlende Gemeinsamkeiten
* Mangel an Humor
* Körperliche Distanz
Wie sieht es nun in der Teamarbeit aus:
* Geheimpläne und einsame Entscheidungen
Die Führungskraft trifft ihre Entscheidungen selbst, Teammitglieder werden nicht informiert,
wenn nur kurz und oberflächlich, Diskussionen werden nicht erlaubt.
Ehrlichkeit untereinander ist nicht gefragt, das Vertrauen fehlt.
* Mangelnde Loyalität
Immer ein Thema in Teams, die nicht miteinander arbeiten können- sowohl ggü. dem Team selbst,
der Führungskraft und in letzter Konsequenz dann auch gegen das Unternehmen.
* Kontrolle und Verunsicherung
Mitarbeiter, die ständig kontrolliert werden, Verunsicherung bei allen Teammitgliedern, aber
auch die Führungskräfte, die selbst kontrolliert werden, ein Kreislauf.
* Respektlosigkeit
Passt auch in Gruppen, in allen Schattierungen.
* Aufkommende Verachtung
..ggü. Meinungen, Personen, Entscheidungen.
* Große Unterschiede in der Lebensplanung
Hier wäre vielleicht “Zielplanung” angebracht? Es ist mit der Zugabe des mangelnden Respekt voreinander, sehr klar zu sehen,
dass die Mitglieder auseinanderdriften.
* Fehlende Gemeinsamkeiten
Hier wird es spannend. Denn “eigentlich” sollten die Ziele und die Gemeinsamkeiten doch klar sein:
Das Team muss entsprechende Ergebnisse leisten und die Einzelleistungen der unterschiedlichen Mitglieder sind gefragt.
Wenn Ziele nun, durch mangelnde Loyalität z.B., nicht gelebt werden- warum auch immer- wird es mit den Einzelleistungen für das Gesamte
nicht klappen.
* Mangel an Humor
Hm. Ich würde eher sagen: Teammitglieder nehmen die Einzelleistungen wichtiger als das Gesamtziel, Kombinationen sind nicht tragbar-
Egoismus an die Front- und lachen über sich selbst, das geht doch gar nicht!!
* Körperliche Distanz
Dies wäre der erste Punkt, der keine Schnittstellen ha?
Teammitglieder müssen sich nicht lieben, müssen nicht im Bett nebeneinander liegen, aber:
Beobachten Sie die Körpersprache der Menschen in Teams, die gerade richtig an Konflikten “zu knacken” haben, da fällt es einigen Menschen schon schwer, sich in die Augen zu sehen. Ich würde es ändern “Die Teammitglieder müssen sich alle in einem Raum ertragen können"- und ich erlebe es verdammt oft, dass das wirklich eine Herausforderung ist.
Was fehlt noch?
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Toll, dass Du den Ball aufgreifst!
Ich stimme Deinen Anmerkungen weitgehend zu.Bei den beiden letztgenannten Punkten möchte ich dennoch meinen Senf dazu geben:
“Mangel an Humor” ist in Teams aus meiner Sicht ein eindeutiges Warnsignal. “Gute Stimmung” spüre ich in Minuten, wenn ich in Teams neu dazu komme. Lachen die Kollegen z.B. über Missgeschicke oder fallen sie übereinander her?
“Körperliche Distanz” ist natürlich zu relativieren (Sozial akzeptierter Mindestabstand in Gruppen: 1 Armlänge ;-) Nennen wir es: “Aus dem Weg gehen”.
Übrigens, setzt Du noch einen Trackback, damit andere Deine Gedanken von meinem Blog aus verfolgen können?
Ansonsten schreibe ich gerne noch einen Hinweis im Kommentarbereich.Hallo Armin,
ganz schnell nur: dachte, dass ich ein TB gesetzt hätte?!Nein… Mach Dir aber keinen Stress. Notfalls verweise ich selbst auf Deinen Beitrag, auch wenn es nicht so elegant ist.
Hi Armin, TB sollte jetzt funktionieren,
dieser Film passt ja auch gut zum Thema,
http://www.mediationsblog.de/hamburg.php/wirtschaftsmediation/blog/wann-ist-ein-team-ein-team/denn dort funktioniert das Zusammenspiel ganz hervorragend- selbst mit “Humor” in einer Situation, in der die Übung misslingt.
Warnsignal ist also, um beim Bild zu bleiben, das fehlende Spiel, auch was die “Leichtigkeit” betrifft, den fehlenden Ehrgeiz, gemeinsam etwas “machen” zu wollen, im Sinne von bewegen, realisieren…
Ich “fürchte”, wir könnten gemeinsam ein Buch über dieses Thema schreiben..
Viele Grüße aus Hamburg!
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