Lebensstil im Jahr 2020- was sind Sie?

Innerhalb dieser Studie werden 11 Lebensstiltypen herausgearbeitet, die in Zukunft eine immer größere Bedeutung erhalten und nicht in die typischen Marktforschungstypologien a la Alter, Geschlecht, Bildung und Einkommen passen. Folgende Lebensstiltypen (inkl. der Anzahl der Personen, die diesen Tpyen zuzuordnen sind) hat das Zukunftsinstitut nun konkret herausgearbeitet:
(mich würde mal interessieren, wer sich diese Namen ausdenkt!)

1. CommuniTeens (ca. 3,2 Mio.)
CommuniTeens sind Teamplayer und Individualisten zugleich, die sich in einer globalisierten Welt via Internet und Mobiltelefonen ihre Gemeinschaftsorte nach Interessen und Themen aussuchen.

2. Inbetweens (ca. 1,7 Mio.)
Durch ihren holprigen und verzögerten Berufseinstieg (Praktika, befristete Jobverträge, Projektarbeit oder Freiberuflichkeit) leben die Inbetweens in einem Zustand permanenter Mobilität und Umorientierung, der auch ihre privaten Beziehungen prägt.

3. Young Globalists (ca. 1,3 Mio.)
Young Globalists kennen keine Grenzen: Die Welt ist ihre Arbeitsplatz und so haben sie meist auch ein weltweites Netzwerk von Kollegen und Freunden. Für sie ist nicht nur Geld wichtig, sondern auch die sportliche Herausforderung und der schöpferische Gestaltungsspielraum.

4. Latte-Macchiato-Familien (ca. 1,9 Mio.)
Die Latte-Macchiato-Familien zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihren urbanen Lifestyle, wie z.B. den Latte Macchiato im Straßencafe, ins Familienleben transferieren.
5. Super-Daddys (ca. 2,9 Mio.)
Die Super-Daddys sind pragmatische Idealisten. Sie versuchen den beruflichen Erfolg, persönliches Glück, Zusammensein mit den Kindern, ein intaktes Familienleben und persönliche Selbstverwirklichung unter “eine Hut zu bekommen”.
6. VIB-Familien (ca. 1,7 Mio.)
Bei den VIB-Familien (Very-Important-Baby) ist die Familienplanung mit Ende 30 noch nicht abgeschlossen, sondern beginnt häufig erst, nachdem an sich beruflich und sozial etabliert hat und jetzt Zeit und Lust auf Familie mit Kindern hat.
7. Netzwerk-Familien (ca. 2,8 Mio.)
Netzwerkfamilien (Familie 2.0) sind Versorgungs- und Beziehungsmodelle, die nicht nur die Familie im engeren Sinne einbeziehen. Oftmals zählen neben den Großeltern und Ex-Familienmitgliedern und Ex-Partnern auch Nachbarn und Freunde dazu. “Familie ist, wo man ohne fragen zu müssen, an den Kühlschrank gehen kann”.
8. Tiger-Ladys (ca. 2,8 Mio.)
Die Tiger Ladys legen sehr viel Wert auf Selbständigkeit und Selbstverwirklichung, ohne auf Familie und Kinder verzichten zu wollen. Sie dringen dabei in männliche Reservate vor, wie z.B. in die Politik, in die Führungsebenen von Unternehmen und an Universitäten.
9. Silverpreneure (4,2 Mio.)
Für Silverpreneure ist mit dem Erreichen des Rentenalters nicht das Ende der Erwerbszeit oder des Arbeitslebens absehbar, weil sie die Arbeit nicht als Frondienst ansehen, sondern als ein Teil Ihrer Selbstverwirklichung.
10. Super-Grannys (ca. 4,1 Mio.)
Super-Grannys sind erfahrene und selbstbewusste Frauen jenseits des 55. Lebensjahres, die den sog. dritten Lebensabschnitt aktiv und selbstbestimmt gestalten wollen, ohne Ihr “Oma-Dasein” zu verleugnen.
11. Greyhopper (ca. 4,9 Mio.)
Im Gegensatz zu den Silverpreneuren wagen die Greyhopper noch einmal den Aufbruch und möchten im Rentenalter noch einmal ein neues Leben beginnen.

Wie die zukunftsorientierte Unternehmer bereits erkennen können, ergeben sich aus diesen Erkenntnissen zahlreiche neue Geschäftsideen, die genau diesen Lebensstiltypen gerecht werden. Insgesamt gefällt mir an der Studie, dass zu jedem Lebensstiltyp eine quantitative Schätzung abgegeben wird. Zudem werden am Ende der Beschreibung jeden Types 3 – 5 konkrete Geschäftsideen vorgestellt, die diesen Trend aufgreifen und jeweils passende Produkte und Dienstleistungen für die Zielgruppen anbieten.


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