Mediation- ist das für Weicheier?
Jaja, Sie lesen richtig!:-)
Mir wurde heute diese Frage gestellt und ich finde, sie reiht sich gut ein in den Katalog a la “Ach, da muss ich über meine Gefühle reden” oder “Nein, wir wollen keine Mediation, uns interessieren nur Zahlen Daten Fakten” oder gerne auch “Auf so einen Quatsch lassen wir uns erst gar nicht ein”.
Nun ist meine Zeit der Missionierung wirklich begrenzt, dennoch habe ich Lust mit Ihnen- ganz gleich, ob Leser/in und/oder Kollege/in- darüber zu diskutieren. Machen Sie mit?:-)
Welche Vorurteile gibt es ggü. Mediation? Wie können diese ausgeräumt werden? Macht es Sinn, dem Grund für diese Annahmen zu suchen? Was denken/wissen Sie über Mediation, haben Sie bereits an einer teilgenommen? Und: Ist Mediation wirklich etwas für Weicheier?
Ich freue mich auf Ihre Kommentare!
Was ein Weichei ist?:-)
Nun, Wikipedia sagt dies http://de.wikipedia.org/wiki/SoftieSo, jetzt erneut die Frage:
Ist Mediation etwas für Weicheier?:-)Keine Ahnung, ob Mediation was für Weicheier ist. Was mich beschäftigt, ist die Frage: Wie “nachhaltig” ist Mediation? Ist der Patient nach einem Eingriff geheilt oder muss man mit lebenslangen Rückfällen rechnen?
Hallo Herr Handner,
Nachhaltigkeit: Garantie gibt es keine, jedoch sollte nicht nur der “eigentliche” Konflikt geklärt sein, sondern auch das Arbeitsverhältnis der Beteiligten verbessert werden- ist das nicht der Fall, dann ist es auch nicht wirklich “geklärt”, weil immer noch etwas “brodelt”. (Selbstverständlich kann ein Resultat der Mediation auch sein, dass man sich trennt)
Wann wäre der Mensch denn Ihrer Meinung nach “geheilt”? Und lebenslange Rückfälle” heisst für Sie konkret was?Lebenslange Rückfälle könnte heißen: Wie oft ist ein erzieltes “Einverständnis” nur “gespielt”? Damit meine ich keine bewusste Heuchelei oder Betrug. Es kann ja tatsächlich im Augenblick “Friede” herrschen, der sich aber in der nächsten Ausnahmesituation als sehr brüchiger “Waffenstillstand” erweist.
(In Wirklichkeit bin ich gar nicht so misstrauisch. Und verzeihen Sie bitte die kriegerische Ausdrucksweise.)
Text gekürzt, weil nur 500 zeichen erlaubt.
Mediation ist nur was für Mutige. Es ist für manche schwer zu verkraften wieder in einem Team zu arbeiten wo alle an einem Strang ziehen. Weicheier leben in kalibrierten Schleifen und haben ihre Perspektiven verloren.
Hallo Herr Handner,
gute Frage, kommt sicher auch auf die Situation bzw. den Grund für die Mediation an. Einen “brüchigen” Waffenstillstand riskiert man z.B. dann, wenn die Beteiligten nicht auf der gleichen Ausgangsposition sind, soll heißen z.B. das klassische Modell Arbeitgeber /Arbeitnehmer oder bei offenen Forderungen ein Unternehmen, welches Insolvenz anmelden muss, wenn das Geld nicht kommt.
Allerdings- im Rahmen meiner Tätigkeit- ist die Arbeit dann abgeschlossen, wenn die Beteiligten meinen, das nun alles geklärt ist- die Bewertung darüber überlasse ich dann den Personen.(auf 2000 die Zeichen gesetzt, jetzt geht mehr Text!:-))
Tja, Herr Schmerbeck, stellen Sie sich nur vor, man hätte auf einmal ein “echtes” Team, würde die Arbeit der anderen Mitglieder schätzen, anerkennen..und auch die eigene Arbeit würde dieses erfahren- welch ein Graus, nicht wahr?
:-))Ich habe eine Mediation in einem Unternehmen hinter mir - leicht ist was anderes… und weich auch. Es ging ordentlich zur Sache, leider waren die Fronten zu verhärtet, die Mediation kam zu spät, das Problem lies sich nicht lösen. Daraus folgten einige harte Konsequenzen… Ob das was für Weicheier ist?
Bestimmt nicht:-)Herr Altindag, aber viele Menschen wissen das erst, wenn sie dabei waren- so meine Erfahrung.
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