Richterliche Mediation in NRW wird weiter gefördert
Bochum (ddp-nrw). Die richterliche Mediation soll nach den Worten von Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) in Nordrhein-Westfalen weiter gefördert werden. «Die Erfahrungen, die wir seit dem Jahr 2005 in mehr als 1500 solcher Mediationsverfahren gesammelt haben, sind erfreulich. In der ordentlichen Gerichtsbarkeit konnten über 70 Prozent, in der Verwaltungsgerichtsbarkeit sogar über 80 Prozent erfolgreich abgeschlossen werden», sagte die Ministerin am Montag anlässlich der offiziellen Amtseinführung des neuen Präsidenten des Landgerichts Bochum, Volker Brüggemann.
Brüggemann hatte im Rahmen eines Modellprojekts in Ostwestfalen-Lippe schon im Jahr 2004 als einer der ersten Richter in NRW eine Mediatorenausbildung absolviert. «Mittlerweile gibt es in unserem Land über 100 ausgebildete Richtermediatoren - mehr als in jedem anderen Bundesland», betonte die Ministerin. Richterliche Mediation werde in den Landgerichtsbezirken Paderborn, Detmold, Essen und Aachen sowie an allen Verwaltungsgerichten und am Oberverwaltungsgericht Münster angeboten. Konkret geplant sei die Einführung der Mediation in den Bezirken der Landgerichte Krefeld und Bielefeld sowie in der Sozialgerichtsbarkeit, hieß es.
Mediation ist ein freiwilliges, vom Rechtsstreit losgelöstes Verfahren. Ein ausgebildeter richterlicher Mediator unterstützt die Konfliktparteien in einer nicht-öffentlichen Verhandlung dabei, gemeinsam eine faire, einvernehmliche, selbstverantwortliche und für alle Personen tragbare Lösung zu entwickeln. Mit Hilfe einer besonderen Gesprächsführung werden die Interessen und Bedürfnisse beider Parteien betrachtet und bei der angestrebten Lösung zugrunde gelegt.
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