Wirtschaftsmediation: Bei Verhandlungen den Gegner studieren
Einen interessanten Artikel zum Thema der Wirtschaftsmediation im Konflikt der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL schreibt die Wirtschaftswoche mit dem Titel “Den Gegner studieren”
Dabei ist der Fall längst Lehrstück. Mitarbeiter wie Interessenverbände treten neuerdings deutlich selbstbewusster gegenüber Arbeitgebern auf: Experten zufolge wird die Zahl der kleinen Fachgewerkschaften künftig weiter wachsen (siehe WirtschaftsWoche 33/2007). Und die besitzen enorme Schlagkraft. Egal, ob Stellwerker bei der Bahn oder Kardiotechniker an einer Klinik – allen ist gemeinsam, dass sie Schlüsselfunktionen einnehmen. Legen sie ihre Arbeit nieder, bricht das Chaos aus, und der wirtschaftliche Schaden ist groß.
Beispiel Deutsche Flugsicherung: Nach der Privatisierung erkämpften sich hier die Fluglotsen eine eigene Vertretung. Die drohte gleich mit Streik und löste damit einen Klimasturz zwischen den Tarifparteien aus: Wenn Lotsen streiken, kollabiert der gesamte Flugverkehr. Damit haben sie noch mehr Macht als Piloten – denn beim Streik einer Fluglinie können Passagiere immer noch zur Konkurrenz ausweichen.
Mindestens so interessant ist das Interview mit Matthias Schranner, der das Schranner Negotiation Institut in St. Gallen, Schweiz, leitet und als einer der führenden Verhandlungstrainer in Deutschland gilt.
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