Zu wenig Hilfe für Mobbingopfer
Marlene B. weiß bis heute nicht, wer hinter dem steckt, was nach 30 Jahren Schuldienst über sie hereinbrach:
Aus ihrem Fach im Lehrerzimmer verschwanden Unterlagen, hinter ihrem Rücken wurde über ihre angebliche Inkompetenz gelästert. Die Schulleitung unternahm nichts, Gespräche mit Kollegen waren erfolglos. Marlene B. gab nach einem Jahr auf, wurde depressiv und stellte einen Versetzungsantrag.
Ein typischer Fall von Mobbing, von dem Rainer Pfuhl, Rechtssekretär des Kölner Diözesanverbandes der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), erzählen kann. „Das Problem wird immer größer. Die Mobbing-Fälle werden weiter ansteigen, weil mit der Furcht vor dem Arbeitslosengeld II der Kampf um den Arbeitsplatz noch intensiver wird“, glaubt er. Die wirtschaftliche Lage sei eine wesentliche Ursache für das Problem. Allein kann sie es nicht erklären.
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