Dienstag, 29. September 2009
Wirtschaftsmediation: Veränderungen
Erich Fromm schrieb:
“Menschen können zu verändernden Handlungen nur motiviert werden, wenn sie Hoffnung haben. Und sie können nur Hoffnung haben, wenn es eine Vision gibt; und sie können nur dann eine Vision haben, wenn man ihnen Alternativen zeigt.”
Der Umkehrschluss ist in der Tat gültig:
Keine Alternative, keine Vision, keine Hoffnung, keine Veränderung.
Dies die Therorie, die in der Praxis für viele Unternehmen schwierig umzusetzen ist.
Aber ich habe Hoffnung, dass es Alternativen gibt, um Veränderungen zu leben, damit Visionen entstehen können.
Dienstag, 04. August 2009
“Keiner” gesucht
In meinen Projekten höre ich immer wieder von einer faszinierenden Person, die schon seit Jahrzehnten in Unternehmen für Gesprächsstoff sorgt, gesehen wurde sie bisher leider noch nie.
Ihr Name ist “Keiner”:
“Keiner übernimmt Verantwortung.”
“Keiner legt die Karten auf den Tisch.”
“Keiner sorgt für Klärung.”
“Keiner nimmt das Ruder in die Hand.”
“Keiner macht den Anfang.”
“Keiner hilft.”
Unglaublich diese Person, oder?
Ich sage hiermit voraus, dass diese Person nie gefunden wird, daher macht es Sinn, wenn auch Sie die Suche einstellen und sich die Mühe sparen. Nein, rufen Sie bitte auch nicht nach “Niemand”, das scheint ebenso erfolglos zu sein.
Die Alternative?
Wenn wieder nach “Keiner” oder “Niemand” gerufen wird, überlegen Sie, ob Sie für diese Person einspringen können und wollen.
Viel Erfolg dabei!:-)
Montag, 27. Juli 2009
Warum man keine Frauen einstellen sollte
:-))
Lesen.. bis zur letzten Zeile, bitte!
http://tinyurl.com/l2wm3l
Samstag, 25. Juli 2009
Wirtschaftsmediation: Gedeckelte Vergangenheit
“Die Gegenwart ist das Resultat der Vergangenheit”
.. und wenn dies so ist, ist es umso erstaunlicher, dass viele “Teams” nicht bereit sind, die Vergangenheit anzusehen, Konflikte zu klären, um ein sicheres Fundament für die Zukunft zu bauen, zum Beispiel mit Hilfe der Wirtschaftsmediation.
Stattdessen ist man der Meinung:
1. Es bringt nichts
2. Vergangenheitsbewältigung sorgt nur für unnötige Unruhe
3. Wir wollen uns lieber um die Zukunft kümmern
Was passiert?
Die Vergangenheit kommt in den Topf, Deckel drauf ... und der Konfliktherd wird dafür sorgen, dass dem Team eines Tages der Deckel gewaltig um die Ohren fliegen wird. Liest sich vielleicht witzig, ist es aber nicht.
Freitag, 24. Juli 2009
Wirtschaftsmediation: Krisen sind (keine) Chancen
Es gibt Zitate, die so richtig wie falsch sind:
“Krisen sind Chancen”
Menschen, die in Krisen- und Konfliktsituationen sind, deren (berufliche) Welt sich gerade dreht, die nicht wissen, wo vorne und hinten ist, reagieren oft allergisch auf diese Zitate. Wer will schon “Konflikte sind auch Chancen” wirklich hören, wenn alles “drunter und drüber” geht?
Konflikte sind, zunächst, viel, aber selten “lapidar”, schon gar nicht lustig und “Chancen” sieht man auch nicht, wenn Mitarbeiter machen, was sie wollen (aber nicht sollen) oder der Chef meint, er sei alleiniger Herrscher der Mannschaft.
Und die andere Seite derselben Zitat-Medaille?
Die Chancen, die entstehen, sieht man meistens erst, wenn die Klärung fortgeschritten ist oder die Situation komplett geklärt, Emotionen wieder in ruhigeren Gewässern fahren und die Sachlichkeit die Oberhand gewinnt.
Also, immerhin in der Retro-Perspektive heißt es dann doch:
“Krisen sind Chancen!”
Weitere Artikel zum Thema Wirtschaftsmediation lesen Sie hier
Freitag, 26. Juni 2009
Streiten
Fairness ist die Kunst, sich in den Haaren zu liegen, ohne die Frisur zu zerstören.
(Gerhard Bronner)
Montag, 22. Juni 2009
Wünsche oder Erwartungen?
Kennen Sie solche Sätze, wie z.B.:
“Nie kommen Sie pünktlich zu den Terminen!”
“Ihre Präsentationen sind nie wirklich gut.”
“Sie kümmern sich nicht um die E-Mail Anfragen.”
Vorwürfe, die viele Menschen aus ihrem beruflichen Umfeld kennen, sei es, dass sie solche hören, oder selbst sagen, sind u.U. eine furchtbare Taktik, um sein Gegenüber in eine Position der Rechtfertigung zu drängen, was besonders in Konfliktsituationen nie besonders klug ist oder aber schlicht, die Unfähigkeit zu sagen, was “hinter” den Vorwürfen steht.
Martin Haberzettl sagt:
Vorwürfe sind schlecht formulierte Wünsche
Jein, denn im beruflichen Umfeld ergänze ich mit:
... und meistens sind Wünsche: Erwartungen!
Ich höre häufig folgende Sätze:
“Ich wünsche mir von meinem Kollegen, dass...”
“Ich wünsche mir von meinem Vorgesetzen, dass...”
Am Ende wundern sich die Beteiligten, dass es Menschen gibt, die sich nicht als “Wunscherfüllungsgehilfen” sehen und der Wunsch bleibt ein Wunsch, mehr nicht, wird nicht erfüllt, warum auch, es ist schließlich nur ein Wunsch.
Im Rahmen einer Wirtschaftsmediation fordere ich Klartext und der kann heißen:
Machen Sie klar, was Sie erwarten!
Konfliktvermeidung verhindert die Klärung
Konflikte in Teams, Projekten und Unternehmen gehören zur “Tagesordnung”.
Ungelöste Konflikte rufen bei vielen Menschen Angst hervor und es wird zur individuellen Konfliktvermeidungsstrategie gegriffen.
Doch genau diese Strategien verhindern eine Klärung und somit wird Zeit, Engergie und Geld verschwendet.
Die Konfliktvermeidung stört die Harmonie!
Wenn Sie merken, dass Sie Konflikten aus dem Weg gehen, dann könnten diese Schritte hilfreich sein:
1. Beobachten Sie Ihr Konfliktverhalten:
Wann sprechen Sie Konflikte nicht an, wann gehen Sie ihnen aus dem Weg? Was ist der Grund dafür?
2. Ängste
Finden Sie heraus, was genau Ihnen Angst macht und setzen Sie sich mit Ihren Befürchtungen ehrlich auseinander.
Leicht geschrieben, oft schwierig umgesetzt. Bleiben Sie am Ball und laufen nicht vor sich selbst weg. Was Sie für sich geklärt haben, werden Sie den Rest Ihres Lebens immer wieder nutzen können, ein echter Gewinn für Sie! :-)
Mittwoch, 17. Juni 2009
Wirtschaftsmediation: Konflikte sind Konflikte
Der Soziologe Ralf Dahrendorf stellte fest:
“Konflikte entstehen durch Kommunikation und können nur durch Kommunikation wieder gelöst werden.”
Ob das eine gute oder schlechte Nachricht ist, bewerten Sie bitte für sich selbst!
Fakt ist:
Konflikte sind Konflikte und Krisen sind Krisen. Punkt.
Sie können die Füße in die Hand nehmen und weglaufen, Sie können auch wegschauen oder “anstrengende” Mitarbeiter entlassen. Ob dies zur Konfliktlösung langfristig beiträgt?
Konflikte sind normal, sind meistens kein Ausnahmezustand, gehören in unser (Berufs-) Leben. Lernt man konstruktiv mit ihnen umzugehen, so tut man sicher nicht nur sich selbst einen Gefallen.
Einer der wichtigsten Punkte dürfte sein:
Je eher Sie den Konflikt lösen bzw. ansprechen, desto besser ist dies. Nicht nur das, es ist auch viel leichter. Wenn Meinungen aufeinander zu rasen, wie 2 Züge, dann wissen Sie, was passiert, wenn sie zusammen stoßen. Nur das rechtzeitige Anhalten gewährt hier die Möglichkeit der Deeskalation.
Den Konflikt stoppen. Wie?
Reden. Reden. Reden.
Offen, ehrlich, klar.
Konflikte sind das “Sichtbar werden” von Problemen. Von Meinungsunterschieden. Von unterschiedlichen Werten. Diese, sowie weitere Punkte, sind Teil einer Wirtschaftsmediation.
Dienstag, 16. Juni 2009
Als Kind getrennt lebender Eltern
Ein großartiger Text, der zwar nichts mit Wirtschaftsmediation zu tun hat, aber Kollegen/innen im Bereich Scheidung mögen ihn vielleicht lesen oder den Eltern geben. :-)
Liebe Mama und lieber Papa…
1. Vergesst nie: ich bin das Kind von euch beiden. Ich habe jetzt zwar einen Elternteil, bei dem ich hauptsächlich wohne und der die meiste Zeit für mich sorgt. Aber ich brauche den anderen genauso.
2. Fragt mich nicht, wen von euch beiden ich lieber mag. Ich habe euch beide gleich lieb. Macht den anderen also nicht schlecht vor mir. Denn das tut mir weh.
3. Helft mir, zu dem Elternteil, bei dem ich nicht ständig bin, Kontakt zu halten. Wählt für mich seine Telefonnummer oder schreibt mir die Adresse auf einen Briefumschlag. Helft mir zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein schönes Geschenk für den anderen zu basteln oder zu kaufen. Macht von den Fotos von mir immer einen Abzug für den anderen mit.
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