Mittwoch, 06. November 2013

Keiner übernimmt Verantwortung

In meinen Projekten höre ich immer wieder von einer faszinierenden Person, die schon seit Jahrzehnten in Unternehmen für Gesprächsstoff sorgt, gesehen wurde sie bisher leider noch nie.

Ihr Name ist “Keiner”:

“Keiner übernimmt Verantwortung.”
“Keiner legt die Karten auf den Tisch.”
“Keiner sorgt für Klärung.”
“Keiner nimmt das Ruder in die Hand.”
“Keiner macht den Anfang.”
“Keiner hilft.”

Unglaublich diese Person, oder?

Ich sage hiermit voraus, dass diese Person nie gefunden wird, daher macht es Sinn, wenn auch Sie die Suche einstellen und sich die Mühe sparen. Nein, rufen Sie bitte auch nicht nach “Niemand”, das scheint ebenso erfolglos zu sein.

Die Alternative?
Wenn wieder nach “Keiner” oder “Niemand” gerufen wird, überlegen Sie, ob Sie für diese Person einspringen können und wollen.

Viel Erfolg dabei!:-)


Wenn Sie einen Konflikt lösen wollen, stellen Sie die richtigen Fragen

Streit und Konflikte lauern an vielen Ecken, ganz gleich ob im Berufs- oder Privatleben. Auf dem Weg zur Lösung helfen Ihnen diese Fragen, die Sie für sich beantworten sollten:

1. Wollen Sie den Konflikt wirklich lösen?
Sollten Sie hier zögern, stellen Sie sich diese Frage, bis Sie mit einem klaren “Ja” oder “Nein” antworten können. Alles andere ist halbherzig und verlorene Zeit und Energie, die Sie investieren. Erst wenn Sie “Ja” wirklich meinen, macht es Sinn, sich um den Weg Gedanken zu machen.

2. Was ist das Problem?
Worum geht es Ihnen wirklich, was macht Sie sauer oder wütend?
Die Zahnpastatube, das unaufgeräumte Zimmer, die schlechten Präsentationen Ihres Kollegen? Machen Sie sich, vielleicht sogar schriftlich, klar, was genau das Problem ist. Mangelnde Wertschätzung Ihres Chefs oder unerfüllte andere Bedürfnisse?

3. Was geht in Ihnen vor?
Wenn Sie momentan extrem wütend sind, sollten Sie vor dem Konfliktgespräch irgendwo “Dampf” ablassen. Steht die Beziehung aber sonst auf einem gesunden Fundament, schadet es nicht, wenn Sie ungefiltert sagen, was Sie fühlen, sofern Sie oberhalb der Gürtellinie bleiben.

4. Wie sieht die Lösung aus?
Wann ist die Situation verbessert?
Konkret, klar und messbar sollte Sie Ihrem Konfliktpartner sagen, was Sie von ihm erwarten oder wünschen: In die Präsentation soll auf jede Seite unten links das Firmenlogo eingefügt werden, die Holzsteine in die rote Kiste, die Bücher ins Regal, mit dem Chef alle sechs Wochen ein Gespräch. Was auch immer Ihnen einfällt, notieren Sie sich Ihren Lösungsvorschlag noch vor dem Gespräch und überlegen Sie, was genau Sie wollen.

5. Anderer Blickwinkel
Was denkt Ihr Gegenüber?
Vermutlich ist Ihr Konfliktpartner anderer Meinung und das ist leider nicht nur blöd für Sie;), sondern vielleicht auch eine Gelegenheit über den eigenen Blickwinkel nachzudenken. Sind Sie sicher, dass Ihre Sicht die einzig richtig ist? Können Sie verstehen, dass es manchmal auch einen Frosch gibt?

6.Wollen wir reden?
Wenn Sie und Ihr Gesprächspartner den Konflikt lösen wollen, reden Sie miteinander. Nachdem Sie sich vorab Gedanken über Lösungen gemacht haben, sollten Sie nun eine gute Grundlage haben. Wenn das Gespräch beendet ist, fragen Sie sich: Ist der Konflikt wirklich geklärt? Ist alles gesagt? Was gibt es noch, das wir sagen wollen?

Tappen Sie bitte nicht in die Harmoniefalle und geben zu schnell nach oder auf. Der Konflikt will Ihre Aufmerksamkeit haben und gibt langfristig erst Ruhe, wenn die Situation wirklich gelöst ist.

Viel Erfolg auf Ihrem Weg!


Wollen Sie den Konflikt lösen?

Obwohl Streit und Konflikte normal sind, ist es nicht immer leicht, sich aus dieser Situation zu befreien. Konflikte belasten: nicht nur die betroffenen Personen, sondern auch zunehmend deren Umfeld.

Im Prinzip weiß man das, doch führt dies nicht immer dazu, dass auch entsprechend gehandelt wird. Wichtig ist die Antwort auf die Frage: Wollen Sie diesen Konflikt wirklich lösen? Erst dann gibt es die Grundvoraussetzung, um auch entsprechend zu handeln und zu reden. Überlegen Sie sich also genau, ob Sie bereit sind, auf Ihr Gegenüber einzugehen, mit ihm zu reden und auch zuzuhören. Wenn Sie und Ihr Konfliktpartner wirklich eine Lösung finden wollen, können Sie die nächsten Schritte gehen.

Der Konflikt entstand, weil Sie dazu beigetragen haben.
Und nur mit aktivem Handeln und Reden kann man einen Konflikt auch klären. Von alleine lösen sich nur die wenigsten Situationen wieder auf, wenn dann nur, um an anderer Stelle, vielleicht einige Wochen oder Monate später, wieder das Licht der Welt zu blicken, meistens noch heftiger als zuvor.

Was ist das Problem?
Was ist es, das Sie stört? Was genau erwarten Sie von Ihrem Konfliktpartner, was soll verändert werden? Fragen, die es sich lohnt im Vorfeld zu stellen, für sich selbst, alleine, gerne auch schriftlich. Erst wenn Sie wissen, was das Problem ist und wie Ihre Erwartung, können Sie ein Gespräch führen.

Schritt für Schritt zur Lösung.
Und wer macht den ersten Schritt? Wer macht den Anfang, um einen anderen und besseren Weg zu finden? Wenn Sie wirklich den Konflikt klären möchten, dann sollten Sie den ersten Schritt machen und nicht abwarten, ob Ihr Gegenüber sich traut. Es hat oft viel mit Mut zu tun, über seinen eigenen Schatten zu springen, vielleicht auch weil man verletzt oder gekränkt ist. Es gehört Größe und Charakterstärke dazu, abgesehen vom Willen.


Fazit:


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Dienstag, 05. November 2013

Konflikte lösen ist nicht schwer?

Konflikte zu lösen ist angeblich nicht schwer. Fragen Sie mich bitte nicht, wer das in die Welt trug, aber ich bin sicher, dass die meisten Menschen dieser Aussage nicht zustimmen. Es kann verdammt anstrengend sein, für sich und seine Bedürfnisse einzustehen, klar zu sagen, was man will, und was nicht, eine klare Haltung einzunehmen, wenn die eigene Welt gerade ein (hoffentlich noch kleines) Chaos ist. Gehen Sie in kleinen Schritten und fangen bei und mit der wichtigsten Person an: sich selbst.

Punkt 1: Was wollen Sie?
Liest sich banal, ist aber entscheidend: Wollen Sie, dass man Ihnen zustimmt und macht, was Sie wollen? Wollen Sie, dass das Kinderzimmer aufgeräumt ist? Das der Kunde seine Rechnung bezahlt? Machen Sie sich klar, wie genau die Lösung aussieht, was das Problem ist. Nehmen Sie sich Zeit und schreiben alles auf. Es ist immer wieder erstaunlich, wie klar man wird, und merkt, wie verwirrt man Anfang war, wenn man seine Gedanken schriftlich ordnet.

Punkt 2: Klare Haltung einnehmen.
Nicht immer leicht, schon gar nicht in Konfliktsituationen, besonders dann, wenn das eigene Selbstbewusstsein schon leidet. Fragen Sie sich, wofür Sie einstehen. Was ist Ihnen wichtig? Was sind Ihre Erwartungen, Wünsche oder Werte? Was möchten Sie vermitteln?

Punkt 3: Klare Worte in schwierigen Gesprächen.
Unmissverständlich, klar und deutlich, so sollten Ihre Worte in Konfliktsituationen sein. Damit Ihr Gegenüber Sie versteht und eine Chance hat, sich mit Ihnen auseinanderzusetzen. Sagen Sie, worum es Ihnen geht, was Sie wollen, mit Punkt 1 haben Sie dies bereits für sich geklärt. (Lesetipp: Leitplanken in schwierigen Gesprächen.)

Punkt 4: Bleiben Sie standhaft!
Das heißt nicht stur, sondern bedeutet, dass Sie wissen, was Sie wert sind, was Sie wollen und das auch so kommunizieren. Weichen Sie nicht zurück, wenn der Wind von vorne weht.

Punkt 5: Gibt es noch etwas Positives?
Es schadet auf keinen Fall, wenn Sie aufschreiben, was Sie mit der betroffenen Person gut können, was Ihnen in der Vergangenheit Spaß gemacht hat, wo Sie Gemeinsamkeiten sehen. Es geht nicht darum, eine künstliche Harmonie herzustellen, sondern darum, dass Sie sich bewusst machen, was die Person Ihnen wert ist. Lohnt sich der Streit überhaupt? Oder will einfach nur Ihr Ego den Krieg gewinnen? Letzteres ist legitim, führt aber nicht zur Klärung. Sollten Sie übrigens merken, dass diese Person Ihnen egal ist, bleibt die Frage, warum Sie sich nicht von ihr trennen.

Punkt 6: Reden Sie!
Kommunikation kann eine Falle sein, heraus kommt man leider nur, wenn man redet. Sie merken, die Katze beißt sich in den Schwanz. ;) Nehmen Sie sich Zeit, vereinbaren ein Treffen und reden Sie. Wenn das nicht reicht, dann ein neues Treffen vereinbaren. Wenn Ihnen eine Lösung und die Person wichtig sind, dann ist Ihnen dieser Aufwand etwas wert: auch Ihre Zeit.

Punkt 7: Hören Sie zu.
Wissen Sie genau, was der andere von Ihnen will? Haben Sie verstanden, warum Sie keine Lösung finden? Hören Sie zu, ohne dass Sie sich rechtfertigen und argumentieren, sondern lassen das Gesagte auch mal “sacken”. Allerdings gehört ebenso dazu: der andere sollte dies ebenso können. Weitere Tipps zum Thema Zuhören finden Sie hier.

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Dienstag, 29. Oktober 2013

Wann ist ein Konflikt gelöst?

Zu “Konfliktlösung” erhält man auf Google momentan über sieben Millionen Links. Viele Tipps, noch mehr Stragievorschläge, unzählige Ratgeber. Doch bevor Sie sich auf die Suche nach Mitteln und Wegen machen, stellen Sie sich eine Frage:

“Wann ist der Konflikt für mich gelöst?”

Und nun zu möglichen Antworten:

  • “Wenn mein Kollege endlich die Ablage so organisiert, wie ich das gerne hätte!”
  • “Wenn meine Partner sich am Haushalt beteiligt.”
  • Wenn mein Kunde endlich einsieht, dass seine Erwartungen nicht realistisch sind.”
  • Ein guter Anfang, der Sie nur leider nicht an Ihr Ziel bringt.

    Bevor Sie einen Konflikt wirklich lösen können, sollten Sie Ihren Antworten noch mehr “auf den Zahn fühlen”, das bedeutet konkret:

    Was wollen Sie wirklich? Wie sieht das konkret aus?

    Beispiel Ablage: Sie glauben, dass Ihr System richtig ist, finden sich in ihm zurecht und haben nun die Erwartung, dass Ihr Kollege dies auch so sieht. Macht er aber nicht. Was steht hinter Ihrem Wunsch, dass Ihr Kollege sich nach Ihren Vorgaben richtet? Was wollen Sie wirklich? Keine Zeit vergeuden? Kein neues System? Keine Veränderung? Oder geht Ihnen der Kollege vielleicht noch in ganz anderen Bereichen auf die Nerven? Und erneut die Frage: Wann ist der Konflikt für Sie geklärt?

    Beispiel “Haushalt”: Sie wünschen sich, dass Ihr Partner sich im Haushalt beteiligt, was aber auch nach 45 Diskussionen nicht klappt, wenn, dann höchstens für eine Zeitspanne von 5 Tagen? Wieder die Frage: Wann ist der Konflikt für Sie geklärt? Was genau wünschen Sie sich? Wie sieht die Unterstützung für Sie ganz konkret aus?

     

    weiter ...


    Donnerstag, 24. Oktober 2013

    Schuldig oder nicht, bedarf keiner Antwort


    Konflikte und Schuld sind kein Paar.

    Menschen, die sich streiten, tappen oft in die Schuldfalle: “Das ist deine Schuld, sieh es doch endlich ein!”

    Was folgt ist eine Argumentationskette der beschuldigten Person, die sich gar nicht damit abfinden möchte, dass sie an der Situation schuldig ist. Sie erklärt also ausführlich, warum sie sich wie verhielt. Was macht der andere? Sucht Lücken in der Argumentation, will ein Schuldbekenntnis hören und ist sich sicher, dass damit der Konflikt geklärt wäre, nur, blöd, wie die andere Person nun mal momentan ist, sie lässt sich überhaupt nicht darauf ein, die Schuld zu tragen. In dieser Situation geht es um Recht, selbstverständlich diskutiert man sachlich und konstruktiv, aber die Schuldfrage, die muss jetzt geklärt werden.

    Recht oder nicht, ist keine Frage.

    Es sollte in Konflikten nicht um Recht gehen, nicht um einen Kampf, ein Spiel, das es zu gewinnen gilt. In Konflikten geht es um Lösungen, aber davon trennt die Schuldfrage um Meilen. Das meist verbohrte Verhalten der Beteiligten an diesem Punkt sorgt dafür, dass die Fronten sich verhärten, zugehört wird schon längst nicht mehr, jeder will gewinnen.

    Was tun?
    Sobald Sie merken, dass Sie in die Falle der Schuldfrage geraten sind, stoppen Sie diese: “Es bringt nichts, wenn wir hier um Schuld diskutieren, auf unsere Weise haben wir beide dazu beigetragen, dass wir diesen Streit haben.” Konzentrieren Sie sich auf die Lösungen: Was können wir in Zukunft tun, damit xy nicht mehr passiert? Was benötigen wir (Unterlagen, Hilfe, andere Unterstützung)?

    Wenn Sie merken, dass Sie aber unbedingt hören möchten, dass die andere Person die Schuld an der Situation übernimmt, fragen Sie sich, was es Ihnen bringt. Und was geht in Ihnen vor, wenn Sie dieses Schuldbekenntnis nicht zu hören bekommen? Worum geht es Ihnen wirklich in diesem Konflikt? Ändert das Schuldbekenntnis daran etwas?

    Die Schuldfrage nicht mehr zu diskutieren, zeugt von Kommunikationsfähigkeit und von dem ehrlichen Wunsch, den Konflikt zu lösen. Machen Sie den Anfang, in der Hoffnung, dass Ihnen Ihr Konfliktpartner gerne folgt!;)

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    .
    Das Buch zum Thema

     

     


    Konflikte zu lösen benötigt Zeit


    Die Zeit heilt nicht alle Wunden

    Konflikte entstehen niemals von jetzt auf gleich. Es hat langer Schweigephasen, viel Ignoranz und u.U. Angst gebraucht, um an den jetzigen Punkt zu kommen. Zeit heilt nicht zwangsläufig alle Wunden und in Konfliktsituationen sollte sie eher sehr zügig genutzt werden, denn jeder Tag, den der Konflikt nicht beachtet wird, hat er die Möglichkeit größer und stärker zu werden. Die Konfliktbeteiligten haben keinen Energie mehr, sie sind ausgelaugt, zermürbt und müde, eine Lösung soll schnell gefunden werden. Endlich, nach acht Monaten. Das erste Gespräch ist terminiert und findet in einem Büroraum statt. Nach ca. 10 Minuten klingelt das Handy von Herrn Meyer, Frau Schulz nutzt die Gelegenheit, um E-Mails zu lesen. “Wo waren wir stehengeblieben?”, fragt Herr Meyer, Frau Schulz ist noch in Projektvorlagen versunken.

    In einen guten Dialog investiert man Zeit.

    Zuhören, nachdenken, aufeinander eingehen, all dies sind Pfeiler einer guten Kommunikation. Doch die Basis ist Zuwendung, ist echte Aufmerksamkeit. All dies ist nicht möglich, wenn das Telefon ständig klingelt, Kollegen an die Tür klopfen, E-Mails gelesen werden oder der nächste Termin 30 Minuten später angesetzt ist.

    Investieren Sie Ruhe und Zeit und schaffen somit einen Rahmen, damit alle Konfliktbeteiligten zu Wort kommen und Lösungen gefunden werden können. Vergeuden Sie nicht weitere Monate, um vor dem kompletten Chaos zu stehen.

    “Aber das ist doch alles selbstverständlich”, werden vielleicht einige Leser denken. Ja, das ist es. Doch die Praxis beweist immer wieder, dass Selbstverständlichkeiten noch lange nicht die Regel sind.
    Machen Sie es besser!;)


    Mittwoch, 23. Oktober 2013

    Konflikte richtig lösen


    Der eigene Standpunkt entscheidet: Frosch oder Pferd?

    Ein gutes Streitgespräch steht und fällt mit dem eigenen Standpunkt. Nicht nur, dass man ihn klar beziehen sollte, es gilt, besonders in der herausfordernden Situation eines Konfliktes, diesen auch deutlich zu benennen. Besser noch beide: den Konflikt und den Standpunkt. ;)
    Genau hier fängt für viele Menschen die Herausforderung bereits an: Es klopfen Ängste an die Tür, man will doch eigentlich gar nicht streiten, man kann es sich doch nicht erlauben, dem Chef die Meinung zu sagen, was, wenn man den Job verliert oder Kollegen schlecht über einen reden?!
    Und als wäre der Konflikt an sich nicht schon Chaos genug, ist genau dies der Moment, in dem man sich über all diese Fragen und Ängste Gedanken machen sollte. Dies sind einige der wichtigsten Gründe, weshalb es nicht reicht, wenn man sich rhetorische Mittel aneignet und versucht, “korrekt” zu reden. Es ist wichtig, sich zu fragen:

    Es sich selbst wert zu sein, in einem schwierigen Dialog einen klaren Standpunkt zu beziehen, nicht einer scheinbaren Harmonie zu verfallen und sich selbst zu verraten, genau das ist die Basis, um einen Konflikt zu klären.

    “Meine Meinung ist richtig, der andere sieht das falsch!”

    Ist das so? Gibt es nur den Frosch? Oder vielleicht auch das Pferd? Oder gar beides?

    Daher gilt: Nehmen Sie einen klaren Standpunkt ein, äußern diesen und handeln ebenso. Jedoch sollte kein Mensch dem Irrtum verfallen, dass die eigene Sicht auf die Situation die einzig wahre ist. Denn manchmal kann ein Frosch eben doch ein Pferd sein, es kommt nur auf den Standpunkt an.


    P.S.: Wenn Sie das Pferd auf dem Bild noch suchen, hier ist es. Wechseln Sie Ihren Blickwinkel und neigen den Kopf nach rechts. :)

    FroschoderPferd


    Mittwoch, 16. Oktober 2013

    Stress abbauen: Blogtipp

    Ich habe das große Glück, im Texttreff Mitglied zu sein. Dort bin ich auf das neue Blog Stress abbauen der Journalistin Stella Cornelius-Koch gestolpert. Interessante Tipps, für ruhigere Zeiten.
    Lesenswert, finde ich.


    Dienstag, 15. Oktober 2013

    Harmonie um jeden Preis?

    Nicht wenige Menschen sagen über sich selbst, dass sie Harmonie haben wollen:
    Keinen Streit mit dem Arbeitskollegen, keine anstrengenden Diskussionen mit dem Partner, schon gar nicht mit dem Kunden.
    Es wird fast alles getan, um ein - scheinbar - harmonisches Verhältnis aufrecht zu erhalten.

    Schöne Lüge.

    Diese Menschen tragen aktiv dazu bei, dass die Konfliktsituation eines Tages unter Umständen eskaliert. Das kochende Wasser im Topf wird ignoriert, bis es übersprudelt und auf der Herdplatte zischt. Selbst dann wird immer noch viel Energie damit vergeudet, den Deckel auf dem Topf zu lassen, statt diesen von der Herdplatte zu nehmen und sie auszuschalten.

    Menschen, die sich verbiegen, um bloß keine Streitsituation zu erleben, tragen aktiv dazu bei, dass genau das passiert, wovor sie weglaufen: Der große Konflikt steht vor der Tür.

    1. Je mehr man versucht, einen Konflikt nicht zu klären, desto mehr trägt man dazu bei, dass der Streit unnötig groß wird.
    Dadurch, dass nicht direkt angesprochen wird, was einem nicht passt, wird die Basis der Beziehung immer weiter zerstört. Je zerstörter sie ist, desto schwieriger wird es am Ende, den Streit zu klären.

    2. Menschen, die stets Harmonie haben wollen, verraten ihr Gegenüber, aber auch sich selbst.
    Sie stehen nicht für sich und ihre Werte und Bedürfnisse ein. Sie nehmen aber auch Partner/Kollegen und Kunden nicht ernst.

    Selbstverständlich ist es schön, wenn Beziehungen ohne große Reibungen funktionieren, aber auf Dauer ist es nicht ehrlich, denn Konflikte und Streit sind bis zu einem gewissen Punkt völlig normal.

    Wenn auch Sie sich hin und wieder ertappen, in die Harmoniefalle zu laufen, denken Sie daran:

  • Nehmen Sie sich und die Menschen um Sie herum wichtig.
  • Geben Sie zunächst sich selbst die höchste Aufmerksamkeit und fangen in kleinen Situationen an, für sich einzustehen und Unangenehmes anzusprechen. Irgendwann werden Sie merken, dass genau dieser Weg dazu führt, dass Sie harmonisch mit Ihren Mitmenschen leben.
  • Somit haben Sie Ihr Ziel erreicht: ehrlich, aufrichtig und sich selbst zeigend.
  • Und sehr sicher bedarf es irgendwann weniger Mühe, unangenehme Situationen zu klären, als Sie heute in “falsche Harmonie” investieren.

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