Kategorie: Kommunikation im Beruf

Montag, 02. Mai 2011

Nutzen Sie neue Mitarbeiter aus. Schamlos!

Nach zwei Monaten fragt die Führungskraft den neuen Mitarbeiter, ob dieser sich schon gut eingelebt hätte. Übersetzt heißt das: Sie schwimmen hoffentlich schon mit dem Strom? Haben keine Klagen, meckern hier nicht herum und akzeptieren unsere Abläufe?

Schade, Chance verpasst.

Gute Führungskräfte in guten Unternehmen machen es besser und stellen z.B. folgende Fragen:

“Was gefällt Ihnen nicht so gut? Was sollte aus Ihrer Sicht verändert werden, was lief schief?”
Der neue Mitarbeiter hat nämlich einen Vorteil: Betriebsblindheit kennt er in dem neuen Unternehmen noch nicht, und dass dies unbezahlbar ist, weiß man. Eigentlich.

Wenn Sie die o.g. Fragen nicht nur stellen, sondern auch ehrlich an den Antworten interessiert sind und Taten folgen lassen, dann haben Sie es geschafft:

Ihre neuen Mitarbeiter ausgenutzt. Zum Wohle des Unternehmens.

Gratulation!;)

P.S.: Kunden sind perfekte Mitarbeiter, die Ihnen sicher nach der Zusammenarbeit ebenso gerne Auskunft geben.


Montag, 04. April 2011

Darf ich Ihnen einen Rat geben?

Wenn Sie glauben, dass Ihre Meinung gefragt ist, kann das sein, muss es aber nicht. Viele Menschen erteilen ihre Ratschläge, ob die Betreffenden es hören wollen, interessiert dabei nicht.

Damit Ihr Rat gehört wird, vielleicht sogar umgesetzt werden kann, macht es Sinn, dass Sie sich vorher mit einer Frage vergewissern:

“Möchten Sie wissen, was ich in Ihrer Situation unternehmen würde?”
“Wollen Sie meinen Ratschlag dazu hören?”
“Ich habe eine Idee, wollen Sie sie hören?”

Bei “Ja” dürfen Sie starten. Bei “Nein” schweigen Sie und reagieren nicht beleidigt, manchmal kann oder will man einfach nur sein Herz ausschütten und keine noch so klugen Tipps hören (Geübte Kommunikationspartner formulieren das vorab!).

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Behalten Sie Ihre Komplimente für sich!

Führungskräften wird gerne erzählt, sie sollen (mehr) loben, das würde Mitarbeiter motivieren. Stimmt, klingt dann meistens so:
“Das haben Sie gut gemacht.”
“Gute Arbeit.”
“Super Rede.”

Komplimente sind nett, Anerkennung ist jedoch viel besser und gibt der Person das Gefühl, etwas Besonderes zu sein.

“Herr Müller, vielen Dank für Ihre tolle Präsentation. Mir hat sehr gut gefallen, wie Sie mit klaren Worten in sehr kurzer Zeit den schwierigen Sachverhalt dargestellt haben.”
Oder:
“Frau Meyer, das war eine tolle Rede. Besonders gut hat mir gefallen, wie ruhig und sachlich Sie mit kritischen Kommentaren umgegangen sind.”


Und nun?
Probieren Sie es aus, viel Spaß dabei!

(P.S.: Wenn Sie mögen, weiten Sie es auf Ihr Privatleben aus, Ihre Mitmenschen werden begeistert sein. ;))

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Dienstag, 27. Januar 2009

Wortwaffen

Worte und Sätze können verletzen, zum Widerstand auffordern, in den Rückzug treiben.
In Konfliktsituationen ist es daher besonders wichtig mit Bewertungen und “Wortwaffen” sehr vorsichtig und bedacht umzugehen, sofern dies die eigene Position momentan zulässt.

Wortwaffen können u.a. sein:

“Nie machen Sie Ihre Arbeit richtig!”
“Immer kommen Sie zu spät!”

oder aber auch Bewertungen wie

“Sehen Sie das nicht immer so eng!”
“Sie sollten lockerer sein!”
“Nun zicken Sie mal nicht so rum.”

Und nun interssiert mich, bei welchen “Wortwaffen” Sie “in die Luft gehen”.
Verraten Sie es mir?


Mittwoch, 24. September 2008

Bei Klartext beachten Sie bitte die Packungsbeilage

.. und fragen Sie Ihren Therapeuten, was es über Sie aussagt, wenn Sie sich zurück ziehen.

Wer Klartext redet, der kennt das Risiko, dass er nicht gemocht oder ignoriert wird, Aufträge erst gar nicht erteilt werden, “Freunde” sich zurück ziehen.
Nebenwirkungen, die nicht immer Spaß machen. Zurück bleiben die Fragen:

Warum ist das so?
Müssen Klartexter/innen damit leben, dass sie diese Reaktionen bekommen?
Gehört es quasi dazu, wie das Salz in der Suppe?
Ist es vielleicht sogar der Maßstab dafür, dass der Klartext ausgesprochen gut war?
Bedeutet es die täglich wiederkehrende Gewissensfrage: “Klartext, ja oder nein?”

Wer Klartext hört oder liest, der weiß: Das ist nicht immer angenehm. Wahrheiten werden ausgesprochen, die viel zu lang, warum auch immer, unter den Teppich gekehrt wurden. Bequem, denn bis man über die Beule des Vorlegers stolpert, dauert es schließlich Jahre, wenn überhaupt.

Klartexter/innen sorgen für Aufräumarbeiten, sie gehen, ohne auf eigene Risiken zu achten, ins und an das “Eingemachte”.
Ein Glück für jeden, der diese Medizin erhält?!
Ja, denn wer die Packungsbeilage beachtet, wird dort lesen:
Klartext zu erhalten bedeutet, dass man sich hinsetzen und nachdenken kann. Und im aller-schlimmsten Fall werden einem die Augen und Ohren geöffnet. Das erzeugt manchmal Schwindelgefühle, Kopf- oder Magenschmerzen, letzendlich führt es jedoch zur Genesung.

Wer bei Klartext die Schotten zu macht oder sich zurück zieht, der setzt klare Signale:
Nein, das will ich nicht hören.
Nein, das ist mir nicht “nett” genug.
Nein, diesen Spiegel will ich nicht.

Wer die Risiken von Klartext nicht erträgt, der hat ihn nicht verdient.

Oder ist alles ganz anders?


Mittwoch, 04. Juni 2008

Wirtschaftsmediation: Konfliktsituationen in Teams

.. entstehen u.a. auch, weil Menschen nicht immer die gleiche Sprache sprechen.
Herr Meyer sagt “A” und Herr Müller versteht “B”.
Nun haben Forscher entdeckt, dass chinesische und europäische Insekten sich untereinander verständigen können.

Und jetzt mal klar gefragt:
“Es muss doch möglich sein, dass Menschen das auch schaffen?”

Lernen wir also die Fremdsprachen, die wir täglich in Büros und Meetingräumen hören.
Wenn Sie eine Dolmetscherin (Bereich Wirtschaftsmediation) suchen, finden Sie mich hier.


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