Kategorie: Mediation
Freitag, 15. April 2005
BDU begrüßt neues Rechtsdienstleistungsgesetz
BDU-Vizepräsident Dr. Lutz Mackebrandt lobt ausdrücklich, dass die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit von Unternehmensberatern und Rechtsanwälten in gemeinsamen Sozietäten verbessert werde. “Damit schafft das Bundesjustizministerium endlich vernünftige Rahmenbedingungen für eine professionelle und optimale Betreuung von ratsuchenden Mandanten.” Der BDU habe bereits Ende der neunziger Jahre in Umfragen festgestellt, dass Unternehmen einen hohen Bedarf nach Beratung aus einer Hand hätten.
Donnerstag, 07. Oktober 2004
Ein Ende ohne Schrecken
Die Liebe geht, die Verantwortung bleibt.
Die Familienmediation setzt auf Vermittlung und ermöglicht eine Trennung, bei der es keinen Krieg um Kinder und Unterhalt gibt Untersuchungen ergeben, dass besonders nach Urlauben viele Beziehungen auseinander gehen.
Die Paare haben viel Zeit für einander - Zeit, in der auch alte, meist ungelöste Konflikte, die sonst vom hektischen Alltag überdeckt wurden, wieder auftauchen. Nicht selten führen die Wege nach der Rückkehr aus dem Urlaub in verschiedene “Lebensrichtungen”.
Doch Scheidungen und Trennungen müssen nicht automatisch von teuren Briefen zwischen Anwälten begleitet werden. Die Mediation setzt auf außergerichtliche Vermittlung, in der beide Partner freiwillig und eigenverantwortlich verbindliche Vereinbarungen treffen. Der Mediator setzt lediglich einen gewissen Kommunikationsrahmen und sorgt dafür, dass keine verletztenden und/oder bewertenden Äusserungen gemacht werden, und dass die Beteiligten eine Lösung finden, mit der sie gut weiterleben können.
Das Sorgerecht für die Kinder, die Aufteilung des Vermögens, die Frage, wer im gemeinsamen Haus wohnen bleibt, all das sind Punkte, die in einer Mediation geklärt werden können. Mediation heißt Vermittlung und ist ein Verfahren, das ursprünglich aus den USA kommt, aber auch in Deutschland verstärkt seit 1989 angewandt wird - vor allem die Familienmediation bei Trennung und Scheidung. Rund 3000 Mediatoren arbeiten bundesweit in psychologischen Praxen, Anwaltskanzleien und Beratungsstellen.
Mediation bei einer Scheidung hat nichts zu tun mit Paartherapie. Hier geht es nicht um die Frage, wie es zur Trennung kommen konnte, nicht darum, wer die Schuld am Scheitern trägt. Wenn beide Parteien sich einig sind, dass die Trennung das Beste für sie ist, dann ist dies eine Entscheidung, die so akzeptiert werden sollte.
Selbstverständlich gibt es auch Mediationen, in denen von Scheidung noch gar nicht die Rede ist. Hier geht es meist um ungelöste Konflikte und der Gang zum Mediator wird meist genutzt, um eben eine Scheidung oder Trennung zu verhindern.
Doch wenn es keine Chance auf ein Zusammenleben mehr gibt, dann leben wir in einem Jahrhundert, in dem Partnerschaften zwar zerbrechen können, doch die Eltern-Verantwortung bleibt. Diese Erkenntnis und der Wunsch nach einer Lösung, die den sachlichen Umgang miteinander auch in der Zukunft ermöglicht, bringt immer mehr Paare dazu, den Weg der Mediation zu gehen.
Was ist ein Mediator?
Mediatoren sind neutrale Vermittler, die streitenden Parteien helfen, zu einer Lösung zu kommen. Sie betreuen sowohl Auseinandersetzungen zwischen Unternehmen als auch im privaten Bereich.
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Dienstag, 05. Oktober 2004
Mediation im Beruf
“… ICH HABE BISHER jedem das Arbeiten beigebracht, und ich werde schnellstens Ihre Kotzgrenze finden”.
Das Zitat stammt aus dem Urteil des Landesarbeitsgerichts Thüringen (LAG) vom 15.02.2000. Sechs Wochen nachdem der Fleischergeselle mit diesen Worten von seinem Vorgesetzten an seinem neuen Arbeitsplatz begrüßt worden war, unternahm er einen Selbstmordversuch. Dem Vorgesetzten wurde fristlos gekündigt. Das LAG hat die Wirksamkeit der Kündigung wegen Mobbings bestätigt: Der Warenbereichsleiter habe “… vom ersten Tag an systematisch mit der Absicht gehandelt, ihn (den Fleischergesellen) fertig zu machen ...”. Er habe den Gesellen in intensiver Abfolge einer menschenschinderischen und persönlichkeitszersetzenden Behandlung ausgesetzt.
Ein Ausnahmefall?Das LAG schätzt die Zahl der Mobbingopfer in Deutschland auf 1,5 Millionen Menschen; der daraus resultierende Produktionsausfall soll nach den Ausführungen des Gerichts bei etwa 2,5 Milliarden Mark liegen.
Der betroffene Arbeitnehmer ist nicht wehrlos: Anspruch auf Unterlassung, Schadenersatz und Schmerzensgeld sind nur einige seiner rechtlichen Mittel. Auch für Betriebe besteht Handlungsbedarf. Mobbing verursacht im gesamten Unternehmen ein demotivierendes Klima von Mißtrauen, Agression und Angst. Und das hat fatale wirtschaftliche Folgen.
Ein möglicher Weg:
die frühzeitige Durchführung einer Wirtschaftsmediation.
Mobbing macht auf gewaltsame Weise Interessengegensätze deutlich. Wenn die Beteiligten aufmerksam sind und frühzeitig diese zugespitzten Gegensätze bemerken, steckt darin für alle eine Chance. Nämlich eine oft schon lange Zeit bestehende unbefriedigende und meist auch unproduktive Situation zu ändern. Mit Hilfe der Wirtschaftsmediation erarbeiten die Beteiligten Lösungen für ihre Interessengegensätze. Oft verbessern sie dadurch auch ihre Arbeitswelt.
Ethisches Selbstverständnis der Mediatoren
Jede Berufssparte hat wohl ihre Regeln, aufgeschrieben oder nicht.
Wenn Sie Interesse an einer Mediation haben, so interessiert es Sie vielleicht, welche Grundsätze für einen Mediator wünschenswert sind.
Ethisches Selbstverständnis
(Standards des Bundesverbandes Mediation e.V.)
Die nachfolgenden ethischen Grundsätze sind für uns Mediatoren kennzeichnend und wünschenswert für die Praxis der Mediation
1. Menschenbild
Mediation geht von einem positiven und optimistischen Menschenbild aus.
In jedem Menschen ist das Potenzial zum Umgang mit und zur Lösung eigener Konflikte vorhanden. Wir vertrauen in unsere und die Kompetenz der Parteien zur kreativen Gestaltung und Verständigung im Konflikt. Wir anerkennen die Autonomie jedes Beteiligten, respektieren die Einzigartigkeit eines jeden und gleichzeitig die Vielfalt der Unterschiede, in denen wir ein besonders Potenzial sehen.
2. Verantwortung
Wir respektieren und fördern als MediatorInnen die Selbstverantwortlichkeit aller Beteiligten. Wir sind uns unserer Verantwortung für den geschützten Rahmen bewusst, der den Konfliktparteien das Sicheinlassen auf den Prozess der Lösungssuche ermöglicht und ermutigen sie, die Verantwortung für den von ihnen eingebrachten Inhalt und die erarbeitete Vereinbarung zu übernehmen.
3. Geschützter Rahmen
Wir schaffen und wahren den geschützten Rahmen, der den Konfliktparteien ermöglicht, sich auf den Prozessm der Lösungssuche einzulassen und Gewalt, Drohungen und Provokationen ausschließt.
4. Allparteilichkeit und Fairness
Wir nehmen die Bedürfnisse und Interessen aller Konfliktpareien mit gleichem Respekt wahr. Im Fall von Machtunterschieden zwischen den Konfliktparteien nehmen wir diese wahr und geben jeder Partei die Zeit und die Aufforderung, ohre Sache vollständig darzustellen. Wir stellen sicher, dass jede Konfliktpartei sich ihrer eigenen Bedürfnisse und Wünsche klar werden kann.
5. Offenheit
Im Prozess der Mediation streben wir als MediatorInnen eine gelassene Aufmerksamkeit und ein Präsentsein an, und ermutigen die Streitparteien zu offener und direkter Aussprache, zu gegenseitiger Toleranz und Wertschätzung.
6. Einfühlung und Ermutigung der Konfliktparteien
Wir fühlen uns in die Konfliktparteien ein und achten das gesamte Spektrum der Gefühle aller Beteiligten. Wir fördern die gegenseitige Einfühlung der Konfliktparteien und ermutigen sie, ihren Konflikt gemeinsam auszutragen.
7. Vertraulichkeit und Vertrauen
Alles, was wir in der Mediation erfahren, behandeln wir respektvoll und vertraulich. Wir vereinbaren mit den Konfliktparteien, dass sie uns im Falle eines Gerichtsprozesses nicht als Zeugen für Tatsachen benennen werden, die uns im Laufe des Mediationsverfahrens bekannt geworden sind. Durch unsere Integrität und Aufrichtigkeit verstärken wir das Vertrauen der Konfliktparteien in das Verfahren der Mediation und die Erreichbarkeit einer Lösung im Konflikt.
8. Freiwilligkeit
Wir gewährleisten die freiwille Teilnahme aller Konfliktparteien an der Mediation, indem wir sie vollständig über das Verfahren der Mediation informieren und sie auf dessen Möglichkeit und Grenzen hinweisen. Mit welchem Ergebnis und zu welchem Zeitpunkt sie den Mediationsprozess beenden wollen, bleibt ausschließlich den Konfliktparteien überlassen.
9. Eigenes Verhalten im Konflikt
Wir sind bereit, Kritik entgegenzunehmen und im eigenen Konflikt diesen in einer Mediation zu bearbeiten. Wir mediieren nur in Konflikten, in denen unsere eigenen Interessen zu keinem Zeitpunkt berührt sind.
10. Professionalität
MediatorInnen verpflichten sich, durch sorgfältige Vorbereitung die Interessen der Konfliktparteien bestmöglich zu wahren. Wenn sie erkennen, dass eine parteiliche (juristische) Beratung für die Konfliktparteien nötig wäre, weisen sie daruf hin und ermutigen sie, diese für sich in Anspruch zu nehmen. Erkennen MediatorInnen, die die Allparteilichkeit nicht mehr gewährleistet ist, verpflichten sie sich, die Mediation an eine Kollegin/ einen Kollegen weiterzuleiten.
Mittwoch, 29. September 2004
Zeitung Mediation
Verlag Österreich präsentiert Bundesministerin Miklautsch “perspektive mediation
Wien, 2004-09-28 (OTS) - Im Namen des Verlages Österreich überreichte
heute Verlagsleiter Peter Wittmann der Bundesministerin für Justiz,
Karin Miklautsch,
die druckfrische erste Ausgabe der neuen Zeitschrift perspektive
mediation - Beiträge zur Konfliktkultur. Schwerpunkt des ersten
Heftes der viermal jährlich erscheinenden Zeitschrift “perspektive
mediation” im Verlag Österreich ist Konfliktmanagement, das am Beginn
jeder Arbeit mit Konflikten steht. ***
Erklärtes Ziel der Herausgeber Werner Steinacher und Brigitte
Roschger-Stadlmayer war es, etwas zu gestalten, was es in dieser Form
im deutschen Sprachraum noch nicht gibt: eine interdisziplinäre
Zeitschrift für Mediation und Konfliktkultur mit Theorie-
Praxisverknüpfung und Methodenvielfalt. Eine Plattform der Meinungen,
der Kontroversen und vor allem des Dialogs zu schaffen.
“pespektive mediation” bietet aktuelle Informationen über alle
Bereiche der Mediation, und zwar aus wirtschaftlicher, juristischer,
psychotherapeutischer, pädagogischer und anderer Sicht, also mit
einem ganzheitlichen Ansatz.
Justizministerin Miklautsch, selbst eine Fürsprecherin der Mediation,
begrüßt diese Initiative des Verlages Österreich, die erste
einschlägige Fachzeitschrift im deutschsprachigen Raum zum Thema
Mediation auf den Markt gebracht zu haben. (Schluß) bxf
Rückfragehinweis: Bundesministerium für Justiz
Martin Standl
Pressesprecher
Museumstraße 7, 1070 Wien
Tel.: (++43-1) 52 1 52-2724
mailto:martin.standl.@bmj.gv.at
http://www.bmj.gv.at
Freitag, 17. September 2004
Berufsbild Mediator
Einen sehr interessanten Artikel zum Berufsbild des Mediators lesen Sie hier
http://www.unimagazin.de/199906/09.pdf
Was ist Mediation?
Bei der Mediation handelt sich hier um eine Methode, die im Bereich der gewaltfreien Konfliktbearbeitung anzusiedeln ist.
Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Konfliktpartner fähig sind, die für sie akzeptable Lösung gemeinsam zu finden. Das setzt natürlich voraus, dass die Beteiligten wieder in ein Gespräch kommen, das konstruktiv ist, so dass alle Meinungen und Sichtweisen gehört werden.
Dazu brauchen die meisten Menschen in Konfliktsituationen Unterstützung in der Person eines Mediators, einer Mediatorin. Sie übernehmen diese Aufgabe - ohne dabei Vorschläge zu machen, Verurteilungen auszusprechen oder Partei zu ergreifen.Bei Mediation geht es um Einsicht - nicht um Rechthaberei.
Es gibt keine Verlierer. Beide Parteien können im konstruktiven Gespräch nur gewinnen.Mediation ist vornehmlich eine verbale Methode. Das bedeutet, dass das Sich-Mitteilen (Fakten und Gefühle) und das gegenseitige Zuhören eine wichtige Rolle spielen. Dass dies in richtiger Weise geschieht und dass tatsächlich die richtigen Konfliktpunkte herausgearbeitet werden, das ist die Arbeit der MediatorInnen.
Mediation beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und niemand darf dazu gezwungen werden.Mediation ist aber auch eine andere Denkweise - eine uns oft ungewohnte Form des Reagierens. Es geht darum, verschiedene Aspekte zu betrachten, offen, ehrlich und kreativ zu sein.
(nach Traude Rebmann)
Mediation wird gerne empfohlen
Nach einer deutschen Studie* würden über 80% der geschiedenen Paare, die eine Mediation besuchten, das Verfahren weiterempfehlen.
75% waren mit der Mediation zufrieden.
Dagegen gaben über 64% der Befragten an, dass das übliche Gerichtsverfahren ihren Ärger erhöhte und nur 16% waren mit dem Gerichtsverfahren zufrieden.
*Proksch, R.: Praxiserprobung von Vermittlung (Mediation) in streitigen Familiensachen, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Band 159.1 (Erlangen)
und Kooperative Vermittlung (Mediation) in streitigen Familiensachen , Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend , Band 159.2, jeweils Bonn 1998.
Bundesverband Mediation
‘Grenz(über)gänge gestalten’ - der Bundesverband Mediation lädt zum Jahreskongress
http://www.managerseminare.de/msemi/1824899/
frontend/tad.html?urlID=144592
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