Kategorie: Tipps zu Konflikt & Co.

Mittwoch, 06. Oktober 2004

Hören Sie hin. Richtig!

Aktives Hinhören ist immer angebracht. Es erleichtert das Miteinander erheblich. Daher die folgenden 10 Tipps, damit Ihnen das Hinhören erleichtert wird, und Sie wissen, worauf Sie achten sollten


1. Achten Sie auf eine ungestörten Hintergrund, eine große Geräuschkulisse sollten Sie verhindern.

2. Stellen Sie sich positiv auf Ihren Gesprächspartner ein


3. Überprüfen Sie Ihre innere Einstellung zum Thema. Wenn sie starr ist, werden Sie vieles überhören, versuchen Sie zu verhindern, dass Gefühle die Kommunikation stören


4. Schweigen Sie öfter einmal und senden während des Zuhörens akustische Signale.


5. Konzentrieren Sie sich völlig auf das, was gesagt wurde.


6. Wiederholen Sie mit eigenen Worten, was Ihr Ansprechpartner gesagt hat.


7. Nehmen Sie Körpersprache und Stimme wahr. Hüten Sie sich vor zu schnellen Interpretationen, fragen Sie, ob Ihre Vermutungen richtig sind.


8. Überdenken Sie, was Ihr Gesprächspartner gesagt hat, bitten Sie ggf. um einige Minuten Bedenkzeit


9. Vermeiden Sie Unterbrechungen.


10. Stellen Sie Fragen. Stellen Sie Fragen und: FRAGEN SIE! :-)



Donnerstag, 30. September 2004

Warum ist es so anstrengend, sich fair zu streiten?


Im Laufe einer Beziehung (egal welcher Art) häuft sich eine ganze Menge an: Gefühle unterschiedlichster Art, besonders aber Wut, Ärger, Trauer.  Viel hat man im Laufe der Zeit unter den Teppich gekehrt, weil es in dem Moment “lächerlich” oder “nicht wichtig” war über gewisse Dinge zu reden, wer sagt schon gerne, dass es wirklich stört, wenn der Kollege im Büro raucht, wer will “schon wieder” Spielverderber genannt werden, wenn man erneut darauf aufmerksam macht, dass der Partner vielleicht etwas zu viel Alkohol getrunken hat . Das emotionale Fass wird mit der Zeit immer voller, bis es eines Tages überläuft.
Irgendwann fühlen sich die Beteiligten oft nicht mehr ernst genommen. Sie haben das Gefühl, dass der Partner nicht zuhört, kein Interesse an den Wünsche und Worten hat, aus Wut, sehr oft aber auch aus einer Hilflosigkeit und Trauer heraus, wird man einfach unfair, denn man möchte ge- und erhört werden, da sind oft alle Mittel recht, sicher auch unbewusst wird zu Taktiken gegriffen, die "unter die Gürtellinie” gehen.

Und wie ist der Lösungsweg? 

Die einzige Möglichkeit, sich aus dieser Spirale zu befreien, ist der Weg des Redens. Immer und immer wieder, auch wenn man oft das Gefühl hat, sich im Kreis zu bewegen. Gestatten Sie dem Partner/Kollegen und auch sich selbst, ein Thema so lange anzusprechen und auszudisktuieren, bis es kein Problem mehr darstellt. Ein langer Weg. Ein schwieriger dazu. Mediation kann hier u.U. sehr hilfreich sein, denn die Konfliktbeteiligten lernen so neue Wege zu gehen, innerhalb ihrer Kommunikation.


Mittwoch, 29. September 2004

Das ABC der Konfliktbearbeitung

Das ABC der Konfliktbearbeitung (PDF Format) von Günther Gugels http://www.aspr.ac.at/museum/konflikt_abc.pdf


Gefunden via MEX Blog


Dienstag, 21. September 2004

Auch so streiten Sie richtig.

 


Wer in einem Konflikt laut wird und immer wieder dasselbe wiederholt, trägt zur Eskalation bei, nicht zu einer gemeinsamen Lösung.


Die Beteiligten sollten sich deshalb bemühen auf Schuldzuweisungen zu verzichten. Also nicht: „Weil du das gesagt/getan hast, ist die Situation jetzt so ...“sagen, auch nicht Ihrem Gegenüber mitteilen, was er zu tun und zu lassen hat – nach dem Motto: „Du musst aufhören ...!“, „Du solltest endlich ...!“.


Alle Aussagen sollten im Konfliktfall immer das eigene Befinden wiedergeben, zum Beispiel: „Mir geht es so ..., wenn du das sagst!“ „Mein Wunsch ist ...!“


Verzichten Sie auf Statements, die Bedingungen an andere stellen, wie „Ich bin nicht länger bereit ...!“, „Ich halte das nicht mehr aus ...!“, „Ich denke nicht daran ...!“


Befehle, Beschuldigungen, unerbetene Ratschläge, ironische und sarkastische Äußerungen sind Kommunikationssperren, die Sie vermeiden sollten.
„Weichmacher“ in der Sprache – etwa „manchmal“, „selten“, „viele“, „einige“ – anstatt Verallgemeinerungen – wie „immer“, „nie“, „alle“, „keiner“ – beugen Konflikten vor.
Auch mit grammatikalischen Konstruktionen – wie „Das würde bedeuten...“, „Eine mögliche Interpretation wäre ...“ – können Sie einer Konfrontation ausweichen.


Freitag, 17. September 2004

Eine Frage der Sicht


Oft sind es unsere eigenen Bewertungen, die uns in manchen Situationen das Leben schwer machen, das wusste schon Karl-Heinz Söhler, der “Lebenszeiten” schrieb.


Mir persönlich gefallen die Zeilen sehr gut, da sie mich immer wieder daran erinnern, Situationen zu hinterfragen, und die eigenen Ansichten anzuzweifeln.


Der Herbst erweist als Jahreszeitden Menschen gern Gelegenheit, sich selbst stutzend zu erkennenund Charaktere leicht zu trennen.
Der eine zehrt unüberwundenvon den paar schönen Sommerstunden.
Der andre sieht entsetzt dahintersich heftig zitternd schon im Winter.
Der dritte nennt sich Realistund nimmt den Herbst, so wie er ist.
Die Jahreszeiten sind es nicht.
Was bleibt, ist nur- die eigne Sicht.


Schwierige Gespräche führen



Wir kennen die Situation:
Ein schwieriges Gespräch steht bevor und allein der Gedanke daran sorgt für Magenschmerzen, “Herzrasen” und/oder feuchte Hände. Bereiten Sie sich ein wenig auf das Gespräch vor, damit Sie Sicherheit gewinnen, aber auch Klarheit, die auch dazu dient, dass Sie mit Ihrem Gegenüber verständlicher reden können.Wie wäre es mit folgenden Fragen, die man für sich vorab beantwortet:


Sach-Seite:
Was ist beim letzten Mal passiert? Welche Fragen will ich klären? Was will ich alles ansprechen (wer, wie was, wann, wo?)


Ich-Seite:
Was habe ich beim letzten Mal gefühlt? Wie ging es mir? Was empfinde ich jetzt? Wieso empfinde ich es so?


Wunschseite: Was soll sich ändern? Was möchte ich bewirken? Was brauche ich im Moment?


Beziehungsseite: Wie fühlte ich mich beim letzten Mal behandelt? Wast störte mich? Was halte ich vom anderen? Wie sind meine Beziehungen zum anderen? Probieren Sie es doch einmal aus.


Schuldgefühle


Wir alle kennen sie- und die meisten von uns hassen sie. Wir haben ein schlechtes Gewissen, weil wir uns schon seit Wochen nicht mehr bei unseren Eltern oder den besten Freunden gemeldet haben, vielleicht aber auch, weil schon längst ein nettes Wort für unsere Mitarbeiter fällig ist.
Ebenso gibt es Menschen, die - mit oder ohne Absicht - Schuldgefühle bei anderen prvozieren:"Mama und Papa sind ganz traurig, wenn Du schlechte Noten in der Schule bekommst”, damit drücken Sie aus, dass Ihr Kind Ursache für Ihr Glück ist.
Verknüpfen wir aber unsere Gefühle mit einem Bedürfnis, dann hört sich das schon anders an: “Mama und Papa sind ganz traurig, wenn Du schlechte Noten in der Schule bekommst, weil wir möchten, dass du später in deinem Beruf glücklich bist.”
Aber: Ein Bedürfnis ist eben “nur” ein Bedürfnis. Die Verantwortung für unser Glück liegt einzig und allein in unseren Händen! Achten Sie in der nächsten Zeit einmal auf Ihre Schuldgefühle und überprüfen, ob sie auch Ihren Bedürfnissen entsprechen!


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