Kategorie: Wirtschaftsmediation
Mittwoch, 16. Mai 2012
Ein wichtiger Faktor in der Wirtschaftsmediation: Zeit
Immer wieder erlebe ich folgende Situation in Mediationen:
Die Beteiligten wünschen sich zu schnell eine Lösung ihrer Konflikte.
Konfliktklärung braucht Zeit!
Was auf den ersten Blick erstrebenswert aussieht, ist auf den zweiten ein unnötiger Stein, den die Konfliktbeteiligten sich auf den eigenen Weg legen:
Eine Wirtschaftsmediation braucht auch Zeit. Zeit, um nicht nur die eigenen Konflikte anzusprechen, sondern auch die der anderen Beteiligten. Es braucht Zeit, um wirklich mit Empathie auf sein Gegenüber eingehen zu können, überhaupt dazu wieder in der Lage zu sein, nach all den vielen Wortgefechten, die vermutlich schon stattfanden.
Zeit braucht man auch, weil viele kleine Narben in den Jahren entstanden sind. Ein Pflaster ist hier nicht mehr angebracht, sondern man sollte gewillt sein, der “Haut” den Selbstheilungsprozess zu gestatten, aber das braucht eben Zeit. Und die wollen sich viele Menschen einfach nicht geben, weil sie sich selbst unter Druck setzen. Unnötig, denn die Bereitschaft, den Konflikt zu klären, sollte bereits Signal genug sein. Ein wenig Gelassenheit ist hier sicher angebracht, damit wachsen kann, was wachsen soll.
Wobei: Alles ist relativ. Meine Erfahrung ist, dass oft wenige Tage ausreichen, lesen Sie mehr dazu unter Praxisberichte von Wirtschaftsmediationen
Wirtschaftsmediation: Kosten
Was kostet eine Wirtschaftsmediation?
Pauschal ist das nicht zu beantworten.
Als grobe Richtlinie gilt:
Je mehr Menschen betroffen, je länger die Konflikte schon vorhanden sind, desto länger dauert die Wirtschaftsmediation.
In vielen Fällen reichen aber im Schnitt 3-4 Tage aus.
Wenn Sie an Einzelheiten interessiert sind, nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf.
Weitere Beiträge zur Teammmediation lesen Sie hier.
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Die Autorin: Kirstin Nickelsen begleitet Unternehmen und Personen in Konfliktsituationen
Kontakt: Tel. 040 600 89 334; info(at)kirstin-nickelsen; http://www.kirstin-nickelsen.de
Konflikte in Unternehmen kosten Geld
Es war einmal ein Unternehmen, welches u.a. ein Team mit 10 Mitarbeitern hatte.
Die Mitarbeiter hatten seit fast zwei Jahren große Probleme untereinander. Damals wechselte die Führungskraft, mit ihr gingen vier weitere Mitarbeiter. Es kam eine neue Teamleitung, vier neue Mitarbeiter. Weitere drei gingen, drei neue kamen hinzu.
Der Stress untereinander wuchs schnell. Man hackte aufeinander rum, fing an, sich zu bekriegen, Positionen wurden erkämpft, die Meetings dauerten immer länger, die Intrigen wurden immer schlimmer. Es wurden Fehler gemacht, Kunden gingen, die Fehlleistungen erhöhte sich, der Krankenstand war doppelt so hoch wie drei Jahre zuvor.
Zwei weitere Mitarbeiter gingen, zwei neue kamen hinzu.
Freitag, 22. Juli 2011
Wirtschaftsmediation: In Familienunternehmen Konflikte lösen
Mit Wirtschaftsmediation berufliche Konflikte lösen- in Familienunternehmen
Fast 90 Prozent der deutschen Unternehmen (ca. 1,4 Mio.) sind „ Familienunternehmen“, die rund 65 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaften und knapp 20 Mio. Menschen bzw. rund 65 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigen.
Etwa 75 % aller Lehrlinge werden im Mittelstand bzw. bei Familienunternehmen ausgebildet. Der größte Anteil aller angemeldeten deutschen Patente stammt von Familienunternehmen, was die hohe Innovationskraft und das Unternehmertum bei dieser besonderen Form von Unternehmen belegt.
Familienunternehmen sind der Motor der deutschen Wirtschaft. Bis jetzt nutzen lediglich 15 Prozent der Unternehmen eine externe Beratung.
Mittwoch, 20. Juli 2011
Wirtschaftsmediation in Hamburg
“Kann sein, dass es ausgesprochen problematisch ist. Aber unausgesprochen ist es eine Katastrophe.”
Konflikte im Berufsalltag sind normal, jedoch ist es der Umgang mit ihnen, den man erlernen kann.
Unternehmen, für die Streitkultur nicht nur ein schönes Wort, sondern ein Wert ist, den es gilt, in- und extern zu leben, wissen längst,
dass Mediation ein erfolgreicher Weg ist.
Die Einträge in diesem Blog werden von Kirstin Nickelsen, Wirtschaftsmediatorin in Hamburg geschrieben.
Donnerstag, 14. Juli 2011
Wirtschaftsmediation- Konflikte in Unternehmen kosten Millionen
Sie lauern in jedem Unternehmen und kosten die Wirtschaft jährlich mehrere Millionen Euro: Konflikte zwischen Mitarbeitern, mit den Kunden oder Lieferanten schaden den Betrieben enorm. Die Produktivität sinkt, es kann zu Kündigungen und Geschäftsausfällen kommen, und schlimmstenfalls droht der Gang zu Gericht. Laut einer Studie der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) können Konflikte in einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern bis zu 64.300 Euro jährlich kosten.
Weitere Einträge zum Thema Wirtschaftsmediation
Erfolge von Wirtschaftsmediationen
Die Erfolge der Wirtschaftsmediationen sind Geschichten für sich, in den meisten Fällen mit Happy End, ganz wie es sich gehört.
In Deutschland geht man allgemein von einer Erfolgsquote von 60-80% aus, wobei Erfolg zu definieren wäre, sicher ist jedoch:
Im Sinne der beteiligten Parteien.
So konnte z.B. die Firma Motorolla durch die Intensivierung der außergerichtlichen Streitbeilegung 75% ihres Budget für Gerichtsverfahren einsparen.*
Eigene Erfahrungen:
Eine von mir begleitete Wohnungsverwaltung konnte ihre Gerichts- und Verfahrenskosten im Vergleich zum Vorjahr um eine Summe von 192.000 Euro senken, von der Zeitersparnis ganz zu schweigen.
Ein Unternehmen in Berlin mit 45 Mitarbeitern hat eine Ersparnis durch wegfallende Fluktuationskosten von ingesamt ca.150.000 Euro pro Jahr, nach nur insgesamt 8 Tagen Begleitung durch mich.
Ein weiteres Unternehmen in München mit insgesamt 4 Geschäftsführern konnte nach 5 tägiger Wirtschaftsmediation ohne weitere Konflikte ihre Arbeit fortsetzen und optmierten so ihre Teamarbeit. 210 Arbeitsplätze standen kurz vorher noch “auf dem Spiel”, fast 2 Jahre der harten Auseinandersetzung fanden so ein Ende.
Immer wieder werde ich nach der Zeitspanne für eine Wirtschaftsmediation gefragt.
Die Faustregel ist: Je mehr Menschen beteiligt sind und je länger die Konflikte schon vorhanden sind, desto länger benötigt ein Mediator (oder eine Mediatorin :)), wobei man immer noch von einer sehr überschaubaren Anzahl von Tagen ausgehen kann, besonders, wenn Sie die “Gewinne” auf die andere Seite der Waage legen.
Wenn Sie selbst an einer Wirtschaftsmediation interssiert sind, so nehmen Sie gerne hier mit mir Kontakt auf.
*zitiert von Sauter, A. Bayrischer Staatsminister der Justiz, Kongreß für Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement, München, 30.Okt.1998
Konflikte im Arbeitsalltag
Die Konflikteskalation nach Friedrich Glasl stellt ein Modell zur Verfügung, um Konflikte besser analysieren und während ihres Verlaufes besser (re-)agieren zu können. Das Modell hat neun Stufen, welche sich in drei Ebenen mit jeweils drei Abstufungen teilen.
In der ersten Ebene können beide Konfliktparteien noch gewinnen (Win-Win). In der zweiten Ebene verliert eine Partei, während die andere gewinnt (Win-Lose) und in der dritten Ebene verlieren beide Parteien (Lose-Lose).
Mit diesem “Fahrplan” kann man in den meisten Situationen sehr gut erkennen, an welcher Station der Konflikt sich gerade befindet.
Wirtschaftsmediation: Gedeckelte Vergangenheit
“Die Gegenwart ist das Resultat der Vergangenheit… “
.. und wenn dies so ist, ist es umso erstaunlicher, dass viele “Teams” nicht bereit sind, die Vergangenheit anzusehen, Konflikte zu klären, um ein sicheres Fundament für die Zukunft zu bauen, zum Beispiel mit Hilfe der Wirtschaftsmediation.
Stattdessen ist man der Meinung:
1. Es bringt nichts
2. Vergangenheitsbewältigung sorgt nur für unnötige Unruhe
3. Wir wollen uns lieber um die Zukunft kümmern
Was passiert?
Die Vergangenheit kommt in den Topf und ein passender Deckel obendrauf. Doch der heiße Konfliktherd wird dafür sorgen, dass dem Team eines Tages der Deckel gewaltig um die Ohren fliegen wird. Liest sich vielleicht witzig, ist es aber nicht.
Dienstag, 31. Mai 2011
Mäuse fängt man mit Speck. Und Führungskräfte?
Immer wieder tauchen folgende Anfragen aus dem weiten Ozean der Unsinnigkeiten auf:
“Ich möchte gerne, dass Sie mit meinen (direkten) Mitarbeitern einen Workshop zum Thema Konflikt/Streit durchführen, aber ich selbst möchte nicht dabei sein.”
Nach dem Grund für diese Entscheidung gefragt, sind die Antworten:
- Vorhandenes Wissen reicht aus.
- Die Mitarbeiter haben das Problem, nicht die Führungskraft.
- Keine Zeit.
Liebe Führungskräfte, womit fange ich euch ein, wickel euch um den kleinen Finger, damit ihr versteht:
Sofern ihr Teil des Teams seid, sind alle Ausreden fehl am Platz. Ich mag sie nicht mehr hören, eure Vorwände, eure Ausreden, alle in der Hoffnung, mit mir auf eine weichgespülte Mediatorin zu treffen, die euren Weg mitgeht.
Wie könnt ihr von euren Mitarbeitern verlangen, dass sie sich der Situation stellen, dass sie Klartext reden, Konflikte klären und ein, so sagt ihr meistens, Stück die Hosen runter lassen, wenn ihr selbst eben diese voll habt?
Was seid ihr für Menschen, die von anderen etwas erwarten, was sie selbst nicht erfüllen wollen?
Was kann ich tun, damit ihr versteht, dass sich die Katze in den Schwanz beißt, denn: Euer Team ist nicht nur so gut, wie ihr es fordert und fördert, sondern eben diese Regel auch bei euch anwendet.
Also, hört endlich auf, mir meine Zeit mit diesen Ausreden zu rauben!
Alle anderen lassen bitte die Hosen an und krempeln die Ärmel hoch,
denn für klare Worte und Taten stehe ich gerne zur Verfügung und zur Seite.
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